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Ernährung: Schlau durch Sushi

Maki-Sushi, Hosomaki, Gunkan & Co – alles asiatische Newcomer mit jeder Menge Vorteile im Gepäck. Die kleinen Röllchen sind Kult und gesund. Warum es sich lohnt, zu den Stäbchen zu greifen - wir verraten es Ihnen.

Falls Sie noch nie Sushi gegessen haben, sollten Sie das beim Small Talk besser nicht erwähnen. Denn Sushi-Essen ist Kult. Die kleinen fernöstlichen Kunstwerke erleben in den letzten Jahren einen solchen Boom, dass auch in Kleinstädten die ersten Sushibars aus dem Boden schießen.

Warum Sushi nicht nach Fisch schmeckt

Was dem endgültigen Durchbruch des japanischen Gaumenkitzels noch im Weg steht, ist der verwendete rohe Fisch. Der ist für viele Leute einfach immer noch „Igitt“. Wer seine Bedenken überwunden und nichts gegen Fisch einzuwenden hat, der ist meist schnell überzeugt.

Viele Sushi-Rezepte sind so delikat, dass von Einsteigern gelegentlich die Frage kommt, ob es sich bei dem, was man da isst, tatsächlich um Fisch handele. Die roh verwendeten Salzwasserfische sind nämlich so frisch, dass sie noch nicht einmal nach Fisch riechen. Je nach Transportdauer werden sie auch kurz tiefgefroren, um eventuelle Keime abzutöten. Süßwasserfische werden vor der Verwendung in Sushis gekocht.

Schlüsselsubstanzen für die Gehirnentwicklung

Sushi ist allerdings nicht nur ein Gaumenschmaus, er ist auch enorm gesund. Denn Fisch ist leicht verdaulich und ein perfekter Eiweißlieferant. Die im Fischfleisch enthaltenen essenziellen Fettsäuren (Vitalstoffe, die unser Körper zwar braucht, aber nicht selbst herstellen kann) verbessern zudem die Fließeigenschaften des Blutes und senken Blutfettwerte und Blutdruck. Und: Die im frischen Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind Gehirnnahrung. Als Schlüsselsubstanzen für die Gehirnentwicklung sind sie für die Ausbildung von Intelligenz zuständig.

Manche Forscher gehen sogar soweit und behaupten, ohne Omega-3-Fettsäuren hätte sich der Mensch nie zum Homo sapiens entwickelt. Unser Gehirn ist nämlich der reinste Vielfraß: Es braucht rund 20 Prozent der gesamten Kalorienmenge, die wir aufnehmen, um seine volle Denkleistung zu erreichen. Nicht irgendetwas, sondern ein ganz bestimmtes gehaltvolles Brainfood ist notwendig, um Höchstleistungen zu produzieren. Was wir auf dem Teller haben, entscheidet also mit, ob unser Gehirn gut oder schlecht arbeitet. Aus unserer persönlichen Nahrung werden schließlich die Botenstoffe für die Denkwerkstatt hergestellt.

Rundum wertvolle Zutaten

Auch Nerven und Muskeln von Sushi-Liebhabern kommen nicht zu kurz, denn ein weiterer Bestandteil von Sushi ist gesäuerter Reis. Dessen Körner sind winzige Kraftpakete, die unsere Muskeln und Nerven einerseits mit lebenswichtigen Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium versorgen, aber auch mit Kohlenhydraten als „Brennstoff“. Sushi könnte man deshalb auch als Sportlernahrung bezeichnen.

Hergestellt werden Sushis auch mit leckerem, gesundem Gemüse: mit eingelegtem Rettich, Lotuswurzel, Shiitake-Pilzen, Gurke, Zuckerschoten, Frühlingszwiebeln, Karotten, eingelegtem Ingwer, Avocado, Radieschen, Zucchini oder Kürbis. Insgesamt sind alle Zutaten für Sushi recht kalorienarm, haben wenig Fett, dafür aber viele Vitamine und Mineralstoffe - also nicht nur Gehirn-, Nerven- und Muskelnahrung, sondern auch noch ideale Leckerbissen für eine gute Figur.

Wichtiges Jod als natürlicher Schönmacher

Jodmangel gehört weltweit zu den häufigsten Nährstoffmangelerscheinungen. Gerade in Deutschland ist die Jodversorgung viel zu niedrig. Dabei ist Jod an vielen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt, ist er doch ein unentbehrlicher Baustein von Hormonen der Schilddrüse. Anzeichen für einen Jodmangel können dauernde Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Lustlosigkeit, trockene Haut oder spröde Haare sein. Ist die Schilddrüse nicht ausreichend mit Jod versorgt, schaltet der Stoffwechsel auf Sparflamme.

An dieser Stelle kommt Sushi gleich doppelt ins Spiel, jedenfalls Sushi mit Seefisch. Denn die viele Seefischarten enthalten beträchtliche Mengen an Jod. Aber auch die Nori-Blätter aus getrocknetem und geröstetem grünem Seetang gelten als wichtiger Jodlieferant. Besonders viel davon enthalten Maki-Sushis, Sushi-Rollen und die für die Hand gerollte Sushi-Tüte, Temaki-Sushi genannt. In Kombination mit Seefisch liefert das Seegemüse den reinsten Fitness-Cocktail fürs Oberstübchen, denn Omega-3-Fettsäuren, Jod, Spurenelemente, Vitamine der B-Gruppe und Aminosäuren werden zum Aufbau wichtiger Nervenverbindungen gebraucht.

Freut euch des Klebens

Wer jetzt Lust bekommen hat, es mit Noriblättern, Klebreis & Co. auch einmal selbst zu versuchen, kann sich bei einem der vielen angebotenen Sushi-Kurse anmelden. Das bringt jede Menge Spaß. In einigen Stunden hat man die Zubereitung der Grundvarianten gelernt - zu Hause kann man dann nach Herzenslust ausprobieren. Stilechte Getränke zu Sushi sind grüner Tee, Jasmin-Tee oder japanisches Bier.

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