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"Wir waren die Outsider und wollten uns auch bewusst abgrenzen", erinnert sich Konrad Carl. "Wir waren ein verrückter Haufen." Konrad Carl ist das letzte Gründungsmitglied vom Motorradclub Rehling, das noch aktiv im Clubgeschehen mitmischt. "Nach der Schule ging das so los", erinnert sich der Biker. "Allerdings waren wir alle zu jung für Motorräder." Deshalb heizte die Truppe erstmal auf Mopeds durch den Aichacher Landkreis.

Das gefiel nicht jedem. Besonders die großen Clubs aus Augsburg - die "Devils Eye" und "Hellservants" beäugten den Club misstrauisch und versuchten die Formation zu verhindern. "Tja, damals war das halt alles ein wenig anders", schmunzelt Carl. Mittlerweile sind die Clubs alle miteinander befreundet und laden sich gegenseitig zu ihren Motorradtreffen ein.

Noch etwas war damals anders. Zur Gründung des Rehlinger Clubs waren zwei Mädels mit von der Partie und regelmäßig bei den Treffen, die anfangs in Todtenweis-Sand stattfanden, mit dabei. "Aber das hat nicht so geklappt. Die haben mehr geratscht und wir Männer hatten ja doch andere Ansichten." Kurzerhand wurde die Clubsatzung geändert. Ab sofort wurden nur Mitglieder aufgenommen, die einen Motorradführerschein hatten. Und da die Mädels diesen nicht besaßen, erledigte sich das "Problem" von selbst. Bis heute ist der Motorradclub Rehling ein reiner Männerverein. "Wir hätten überhaupt kein Problem mit Frauen, aber bisher hat es sich irgendwie nicht ergeben", schmunzelt Carl. Jetzt darf man sich den Club aber nicht nur als frauenfreie Zone vorstellen. Die Ehefrauen und Freundinnen begleiten ihre Jungs auf Touren und packen bei den Motorradtreffen mit an. "Andere Clubs beneiden uns darum und fragen uns, warum das bei uns so gut funktioniert", sagt Konrad Carl.

An der Probezeit gescheitert

Vielleicht liegt es daran, dass die Mitglieder sich alle aufeinander verlassen können und ein eingeschworenes Team ist. Und dort Mitglied zu werden ist gar nicht so leicht. Die Neuen müssen sich erst mal bewähren. Zum einen muss er einen Motorradführerschein haben, und dann die Probezeit überstehen. Die dauert ein halbes Jahr. Anschließend stimmen die Clubmitglieder ab, ob der Neue aufgenommen wird. "Da sind schon viele dran gescheitert", sagt Konrad Carl. "Manchmal, weil die Sympathie nicht gestimmt hat. Manchmal, weil das Engagement fehlte."

Mitglied beim MC Rehling zu sein bedeutet auch anzupacken, zum Beispiel beim Clubraumdienst. Das Clubhaus liegt mitten im Zentrum von Todtenweis, "direkt neben dem Rathaus", schmunzelt das Gründungsmitglied.

In den Anfängen - Ende der 70er-Jahre - hatte der Motorradclub wechselnde Treffpunkte: Angefangen vom "Sandwirt" in Sand, beim "Jägerwirt" in St. Stefan bis hin zum ersten Clubhaus in Affing (Sommerkeller). Nach einem Brand stand die Truppe allerdings wieder ohne Treffpunkt da. "Das war eine recht magere Zeit. Ohne festen Treff läuft einfach nicht so viel."

Über Kontakte gelangte der Motorradclub Rehling schließlich an das Haus in Todtenweis. Die feste Adresse festigte auch die Clubmentalität und so wurde Anfang der 90er-Jahre das erste Motorradtreffen am Sportplatz in Oberach organisiert. Bis heute ist es fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des MC Rehling, und befreundete Motorradclubs aus ganz Deutschland und dem Ausland lassen sich dieses Event nicht entgehen.

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