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Kinder haben häufig Alpträume - Was tun?

Das Monster ist hinter ihm her. Der Junge rennt und rennt, doch derAbstand wird immer kleiner, er spürt den Atem seines Verfolgers. Panikpackt ihn, ein Schrei, der Junge reißt die Augen auf - und sieht seinKinderzimmer. Alpträume sind bei Kindern normal, sagen Experten. Wenn sie allerdingssehr häufig auftreten oder das Kind Angst vor dem Einschlafen bekommt,sollten Eltern Hilfe holen. Doch von vielen Alpträumen erfahren sieerst gar nichts. Ihre Kinder behalten sie lieber für sich.

Das Monster ist hinter ihm her. Der Junge rennt und rennt, doch der Abstand wird immer kleiner, er spürt den Atem seines Verfolgers. Panik packt ihn, ein Schrei, der Junge reißt die Augen auf - und sieht sein Kinderzimmer. Alpträume sind bei Kindern normal, sagen Experten. Wenn sie allerdings sehr häufig auftreten oder das Kind Angst vor dem Einschlafen bekommt, sollten Eltern Hilfe holen. Doch von vielen Alpträumen erfahren sie erst gar nichts. Ihre Kinder behalten sie lieber für sich.

"Kinder haben mehr Alpträume als Erwachsene", sagt Dieter Kunz, Leiter der Arbeitsgruppe Schlafforschung & Klinische Chronobiologie an der Charité in Berlin. Erst nach der Pubertät würden diese seltener. Ein Grund für das Erleben der schlechten Träume sei, dass das Gehirn bei Kindern noch ausreift: Manche Gehirnareale sind weiter entwickelt als andere, dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht. Auch genetische Faktoren spielen bei der Entstehung von Alpträumen eine Rolle, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in Berlin. Stress könne ebenfalls eine Ursache sein.

Eine durchs Fenster scheinende Straßenlaterne und ein Vorhang, der sich gelegentlich bewegt: Fertig ist das Gespenst. Kinder können solche Licht- und Schattenspiele als sehr bedrohlich empfinden und dadurch Alpträume bekommen. "Gut ist, wenn die Eltern mit ins Zimmer gehen, sich die Lichtsituation anschauen und diese entsprechend verändern", rät Alfred Wiater.

Grundsätzlich sollte das Kinderzimmer möglichst dunkel sein. Denn Licht fördert das Aufwachen, erklärt Dieter Kunz. Allerdings fürchten sich manche Kinder vor der Dunkelheit. "Dann können Sie die Tür anlehnen oder ein ganz kleines Licht einschalten." Sobald das Kind schläft, sollte das Licht wieder gelöscht werden.

Kinder können sich in der Regel an ihre Alpträume erinnern - und Eltern sollten sich diese erzählen lassen. Doch viele Alpträume bekommen Eltern gar nicht mit. "Offensichtlich erzählen die Kinder nicht in dem Ausmaß davon, wie sie stattfinden", sagt Wiater. Scham und Angst können Gründe dafür sein, fehlendes Vertrauen oder mangelnde Gelegenheit. "Ich rate Eltern daher, sich jeden Abend fünf bis zehn Minuten zu nehmen, um mit ihrem Kind zu reden."

Häufen sich die Alpträume über eine längere Zeit, sollten sich Eltern Rat holen. "Wenn ein Kind drei Wochen lang drei Mal pro Woche Alpträume hat, muss man dem nachgehen", sagt Wiater. Denn sonst kann sich schnell ein Kreislauf entwickeln: Das Kind hat Angst vor dem Einschlafen aus Furcht vor den Alpträumen, sagt Michael Schredl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Erster Ansprechpartner ist der Kinderarzt. Außerdem können sich Eltern an Verhaltenstherapeuten wenden oder ein schlafmedizinisches Institut aufsuchen.

Eine einfache Therapie lässt sich laut Schredl auch zu Hause umsetzen: Das Kind malt dabei die wichtigen Szenen seines Traums auf, wobei es sich selbst nicht auslässt. Im zweiten Schritt denkt es sich eine Lösung aus: "Was kann ich malen, damit ich weniger Angst habe - etwa das Kuscheltier, das mich beschützt." Damit diese Strategie hilft, sollte sie zwei Wochen lang einmal am Tag im Kopf wiederholt werden. "Wenn man sich Zeit lässt, hat dieser Ansatz große Chancen auf Erfolg", sagt Wiater.

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