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Komasaufen: Alkoholverbot für Jugendliche?

Komasaufen, das Trinken bis zum Umfallen, wird bei Jugendlichen offenbar immer populärer. Nun fordern Politiker ein generelles Alkoholverbot für unter 18-Jährige.Forum: Verbot sinnvoll?Stimmen Sie ab!Saufen, bis der Arzt kommt

Berlin (ddp). Bundespolitiker von Koalition und Opposition haben ein generelles Alkoholverbot für unter 18-Jährige gefordert. Die Drogenbeauftragte der Union, Maria Eichhorn (CSU), begrüßte entsprechende Pläne der EU.

"Grundsätzlich sollte jede Möglichkeit genutzt werden, die hilft, Jugendliche vor einer Alkoholabhängigkeit zu bewahren", sagte Eichhorn der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe). Wichtig sei zudem, dass das geltende Jugendschutzgesetz eingehalten wird, das ein Verkaufsverbot von hochprozentigen Alkohol an Minderjährige vorsieht. "Das Verbot muss voll ausgeschöpft werden. Daher müssen die Kontrollen konsequent durchgeführt werden."

Eichhorn forderte auch eine bessere Aufklärung. "Flächendeckend an allen Schulen sollten die Schüler über die schlimmen Folgen des Konsums von legalen und illegalen Drogen informiert werden", sagte sie.

Unterstützung kam auch von den Grünen. "Das Komasaufen ist eine beunruhigende Entwicklung", sagte der drogenpolitischer Sprecher, Harald Terpe, der Zeitung. "Wenn man den Jugendschutz ernst nimmt, muss man die Abgabe von Alkohol an unter 18-Jährige unterbinden." Verbote allein reichten aber nicht aus. Auch die Aufklärung müsse ausgebaut werden, betonte Terpe.

Die FDP hat Forderungen, für unter 18-Jährige ein generelles Alkoholverbot einzuführen, abgelehnt. "Ich habe den Eindruck, Politiker beruhigen ihr Gewissen mit spontanen Aktionen", sagte der drogenpolitische Sprecher, Detlev Pfarr, der Zeitung. "Über Repression ist wenig zu erreichen", argumentierte Pfarr. Die jungen Leute müssten lernen, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen. Daher sei mehr Aufklärung an den Schulen nötig. Zugleich appellierte Pfarr an Wirte, auf so genannte Flatrate-Partys zu verzichten, bei denen man für einen Pauschalbetrag so viel trinken kann, wie man mag.

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