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Kreative Kostüme für Kinder

Viele Kinder fiebern Fasching mit Begeisterung entgegen - ihre Eltern sehen die närrische Zeit häufig jedoch mit gemischten Gefühlen. Gekaufte Kostüme sind oft teuer. Und nicht jeder ist geschickt mit der Nähmaschine.

Gefragt sind also fantasievolle Verkleidungen, die mit wenig Aufwand gefertigt werden können. Grundlage für jedes maßgeschneiderte Kostüm ist ein Schnittmuster - aus einer Zeitschrift, einem Hobbybuch, einem Kurzwarengeschäft oder der Textilwarenabteilung eines Kaufhauses. Nähkünstler können nach einem Schnitt für ein ganz bestimmtes Kostüm stöbern. Weniger geübte Schneiderinnen sollten hingegen auf Einfachheit achten. "Bei unseren Schnitten ist durch Punktesysteme und Beschriftungen gekennzeichnet, wie viel Übung erforderlich ist", sagt Alexandra von Schledorn, Modechefin des Burda Modemagazins in Offenburg. "Für Näh-Anfänger gut geeignet sind Schnitte mit wenigen, geraden Nähten."

Wer sich einmal an die Arbeit macht, denkt gerne an die Zukunft. "Bei Kinderkostümen sollte man bedenken: Die Kleinen wachsen vor allem in der Länge", sagt Ute Hammond, Autorin und Eigentümerin eines Handarbeitsladens in München. Röcke und Hosen können in einem Jahr bodenlang und im nächsten als Dreiviertel-Modelle getragen werden. Alternativ wird im zweiten Jahr ein Stück Stoff angesetzt. Oder der untere Saum wird von vornherein so genäht, dass er später herausgelassen werden kann. Der Bund von Rock oder Hose lässt sich am besten mit Hilfe eines verstellbaren Gummis anpassen.
Steht der Schnitt fest, folgt die Stoffauswahl. Nicht jeder Stoff lässt sich gleich einfach verarbeiten. Rutschiges Satin oder Jersey ist etwas für erfahrene Schneider. Leichter lässt sich Flanell oder glatter Baumwollstoff handhaben. "Der ideale Faschingsstoff ist Vlies", sagt Hammond. "Er ist in vielen Farben und Mustern zu haben, lässt sich gut schneiden und nähen, muss nicht versäubert werden und ist deutlich kostengünstiger als Filz."
Genau wie Vlies fransen auch Tüll oder Gitterband nicht aus. Das spart manche Naht. Doch selbst ausfransende Materialien müssen nicht zwingend gesäumt werden. "Schneiden Sie die Kante mit einer Zackenschere ab oder kleben Sie sie um", rät von Schledorn. Zum Kleben empfiehlt Martin Rüther, Geschäftsführer von Hobby Rüther in Berlin, spezielle Textilkleber oder Pulverklebstoff, der aufgestreut und dann gebügelt wird: "Das Textil darf in der Regel jedoch nur einen Synthetikanteil von maximal 50 bis 60 Prozent haben."

Der Stoff für das Kostüm muss nicht unbedingt gekauft werden: Bettlaken, Tischdecken, T-Shirts, aber auch Omas Spitzennachthemd lassen sich schnell umfunktionieren. Sie können in der Waschmaschine gefärbt oder bunt dekoriert werden. Mit Stoffmalstiften lässt sich auf Textilien malen wie auf Papier. Aus Effektfolie werden Motive ausgeschnitten und aufgeklebt, Samtfolie wiederum wird aufgebügelt. "Für Pluster- und Glittereffekte gibt es verschiedene Liner. Und mittels Schmucksteinkleber kann man Pailletten, Strass- oder Glitzersteine aufkleben", sagt Rüther.

Viele Verkleidungen brauchen kein komplettes Kostüm. Ein unifarbener Overall oder Kombinationen aus Leggins und Pullover lassen sich durch Accessoires aufpeppen. "Ein tolles, mitwachsendes Hilfsmittel ist ein einfaches Cape - zum Beispiel rot-weiß gepunktet für den Fliegenpilz oder auch lila mit schwarzen Sternen", sagt von Schledorn. Der einfachste Umhang besteht aus einem rechteckigen Stoff: Die Oberkante wird gesäumt, dann wird eine einfache Kordel durchgezogen. Alle anderen Kanten werden mit einer Zackenschere abgeschnitten.

Das wichtigste Zubehör von Schmetterlingen, Engeln und Drachen sind Flügel. "Sie können aus altem Pappkarton ausgeschnitten und angemalt werden", sagt Rüther. "Oder die Flügel werden aus kräftigem Draht gebogen, mit einer Strumpfhose überzogen, zusammengebunden und mit Gummiband befestigt." Viele andere Tiere brauchen einen Schwanz - zum Beispiel einen mit Füllwatte ausgestopften Strickschlauch. Und die markanten Ohren werden aus Karton ausgeschnitten oder aus Pfeifenputzern geformt und dann mit Stoff bespannt. Halt finden sie mit Hilfe eines Gummibandes oder eines Haarreifes.

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