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(CMA) Jede Kultur und jede Epoche haben spezielle Tradi tionen, um mit Tod und Trauer umzugehen. Trauerzeremonien und Rituale helfen, den Ab schied und den Schmerz zu erleichtern. Friedhöfe sind als Ruhestätte der Verstorbenen in vielen Kulturen Orte mit Symbolcharakter.

(CMA) Jede Kultur und jede Epoche haben spezielle Traditionen, um mit Tod und Trauer umzugehen. Trauerzeremonien und Rituale helfen, den Abschied und den Schmerz zu erleichtern. Friedhöfe sind als Ruhestätte der Verstorbenen in vielen Kulturen Orte mit Symbolcharakter. Für die einen ist er ein Ort des stillen Gedenkens, für die anderen ein Ort der Zwiegespräche, in manchen Ländern sogar ein Ort der gemeinsamen Feier mit den Ahnen. Im Christentum wird auch vielen Grabpflanzen ein Symbolcharakter zugeschrieben, der über das rein schmückende Element hinausgeht.

In Deutschland ist ein gepflegtes und individuell mit Symbolpflanzen geschmücktes Grab ein sichtbarer Ausdruck für die tiefe Verbundenheit der Nachfahren mit ihren Verstorbenen. Durch die zunehmende Mobilität der Menschen drohte das traditionelle Wissen um den Symbolgehalt einer Grabgestaltung in den letzten Jahrzehnten zunehmend verloren zu gehen. Doch infolge der ausgeprägten Diesseitigkeit in der modernen Gesellschaft wächst in vielen Menschen die Sehnsucht nach sinnstiftenden Symbolen, Traditionen und Ritualen - unter anderem auch das Interesse an Symbolpflanzen. Vor allem Kinder und Jugendliche finden es spannend, Symbolpflanzen als einen Bestandteil der Trauerkultur ihrer Gesellschaft zu erkennen und deuten zu können. Wer die Symbolsprache der Pflanzen versteht, sieht Gräber mit anderen Augen.

Die verschiedenen Pflanzen zugeschriebene Symbolik ist nicht unbedingt christlichen Ursprungs. Sowohl im antiken Griechenland und Rom existierten spezialisierte Gärtnereien für die Anzucht von Blumen für den Totenkult. Neben Grabmalereien mit Blumenmotiven gab es mit Blumen- und Pflanzen geschmückte Gräber, die regelrecht als Grabgärten bezeichnet werden können. Dieses Schmuckbedürfnis war mit dem Ende der Antike zunächst in Vergessenheit geraten. Im christlichen Mittelalter unterblieb die Gestaltung des Grabes mit Blumen und Pflanzen, der Kirchhof war Nutzgarten und Marktplatz in einem. Grabbepflanzungen, wie wir sie heute kennen, gibt es erst wieder seit dem 19. Jahrhundert mit dem Entstehen der bürgerlichen Einzelgräber. Damals verwendete man für die Grabbepflanzung zunächst die Blumen, die im Bauerngarten verfügbar waren. Erst nach und nach - gefördert durch das reiche Angebot - wählte man mit Bedacht Symbolpflanzen. Traditionell betrachtete man die Grabblumen als Eigentum des Toten, pflücken war daher streng verboten.

Vor allem die Rose, die Königin der Blumen, nimmt in der Grabmalssymbolik eine besondere Rolle ein. Ihre Symbolik als DIE Blume der Liebe geht bis in die Antike zurück. In der griechischen Mythologie färbte das Blut von Aphrodite, der Göttin der Liebe, ursprünglich weiße Rosen rot, als sie auf dem Weg zu ihrem sterbenden Geliebten Adonis war. Seitdem stehen rote Rosen für Liebe, Begierde und Leidenschaft, während weiße Rosen die Reinheit der Liebe betonen. Die geknickte Rose ist dagegen das Symbol der Vergänglichkeit. Im Christentum wurde die Rose auch zum Zeichen der frühchristlichen Märtyrer. Sie ist zudem die Blume der heiligen Maria. Später sah man in den fünf Blütenblättern der Heckenrose ein Symbol für die fünf Wundmale Christi und ihre Dornen wurden mit der Dornenkrone Christi gleichgesetzt.

So individuell wie jedes Leben kann auch die Gestaltung der Grabstätte sein. Die Verbundenheit über den Tod hinaus kann beispielsweise durch die Verwendung der Lieblingsblume oder der Lieblingsfarbe symbolisiert werden. Manche Blüten haben einen Menschen das ganze Leben lang begleitet - für die Hinterbliebenen können sie das auch über den Tod hinaus.

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