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Schottische Schafe in den Stauden

"Brrrrrrt!", ruft Robert Drexel und sofort schnellen dutzende von weißen und schwarzen Schafköpfen in die Höhe und antworten mit einem vielstimmigen "Määhhh!" Normalerweise ist der Ruf des Schäfers für die Herde das Zeichen zum Losmarschieren. Deswegen sind die Tiere jetzt ganz aufgeregt. 50 Mutterschafe und zahlreiche Lämmer drängen zum Aufbruch und wollen von Robert Drexel oder seiner Lebensgefährtin Maika Ditzig auf die nächste Wiese geführt werden.

Unterstützt werden die beiden Hobbyschäfer aus Walkertshofen von drei Bordercollies, welche die Herde aus Merino-, Scottish Black Face-, und den vom Aussterben bedrohten Krainer Steinschafen geschickt in die gewünschte Richtung treiben. Neben den Schafen hat es Robert Drexel vor allem diese Hunderasse angetan.

Ideal um Schafe zu hüten

Ursprünglich beheimatet in der Grenzregion zwischen England und Schottland, hat sich der Bordercollie inzwischen auch in Deutschland viele Freunde gemacht. "Die Tiere tun alles, um es einem recht zu machen", erklärt der Walkertshofener, der seit 14 Jahren Bordercollies hält, züchtet und auch zum Hütehund ausbildet. "Auch wenn sich nicht jedes Exemplar zum Hüten eignet, weil es dazu einen starken Hüteinstinkt braucht, sind es gute Hunde, weil sie sehr intelligent sind. Aber sie wollen immer beschäftigt werden und können deshalb als Familienhund ganz schön anstrengend sein."

Für seine Schafe jedoch seien sie ideal, weil ihre Stärke im Treiben der Schafe liegt. Und das ist wichtig, weil Maika Ditzig und Robert Drexel ihre Herde auf den Wiesen in eingezäunten Koppeln halten. Ist eine Wiese abgeweidet, muss die Herde zur nächsten Weide getrieben werden. Und das können auch mal mehrere Kilometer sein, denn die beweideten Flächen verteilen sich bis zu acht Kilometer weit rund um ganz Walkertshofen.

Zum Vergleich führt Robert Drexel so genannte Hirtenhunde an, die Schutzhunde sind, von klein auf in der Schafsherde leben und sie vor Angreifern wie Wölfen oder anderen Raubtieren schützen sollen. Schäferhunde wie der Deutsche Schäferhund seien wiederum als "Furchengänger" ein Art "lebender Zaun" und halten Herden auf einem bestimmten Terrain.

Robert Drexel entdeckte seine Leidenschaft für die wolligen Vierbeiner über einen Nachbarn, dem er bei dessen Schafen half. Heute ist das Hobby für den gelernten Metzgermeister und Tierwirt, der an der Fleischerschule in Augsburg unterrichtet, ein Ausgleich zum Berufsalltag, aber auch ein Nebenerwerb. Außer der Wolle - die Schur übernehmen wie alles andere rund um ihre Tiere ebenfalls Robert Drexel und Maika Ditzig - verkaufen die beiden Lammfleisch an heimische Metzgereien, deren Kunden wissen wollen, woher ihre Ware kommt.

Felle verkaufen sich gut

Auch die Felle finden medizinisch und pflanzlich gegerbt ihre Abnehmer. "Man kann sommers wie winters darauf schlafen", erklärt Robert Drexel, "weil die Felle viel Feuchtigkeit aufnehmen und diese tagsüber wieder abgeben können. Viele Mütter schwören auch für ihre Babys darauf."

So manchem Leser dürfte Robert Drexel bekannt vorkommen. Das kommt nicht von ungefähr. Der Sprecher des Arbeitskreises Koppelgebrauchshunde bei der Vereinigung Schwäbischer Schafhalter war schon öfter im Fernsehen. Zuletzt Anfang des Jahres auf RTL 2 in "Welt der Wunder".

Bleibt zwischen Schafen und Hunden noch Zeit für Urlaube? Doch, doch, meinen die beiden. Heuer geht es für fünf Tage nach Irland - zu Schafen natürlich und ansonsten sind die beiden sowieso viel unterwegs: zu Hütehund-Wettbewerben in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ach ja, kennen gelernt haben sie sich auch über die Schafe.

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