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Kultusministerkonferenz

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Sollten Schulfahrten in Risikogebiete abgesagt werden?

Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), rät von Klassenfahrten in Risikogebiete ab.
Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Dutzende Schulen sind schon geschlossen - und es könnten noch mehr werden. Dabei stehen die Abiturprüfungen vor der Tür. Auch Klassenfahrten in Riskikogebiete dürften

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig, hat die Absage von Schulfahrten in Corona-Risikogebiete empfohlen. Dabei gehe es um Regionen, die das Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft hat, sagte die rheinland-pfälzische SPD-Bildungsministerin.

In Rheinland-Pfalz habe die Schulaufsicht alle Schulen darüber informiert, "dass Klassenfahrten in Gebiete, die das Robert Koch-Institut als Risikogebiete einstuft, ab sofort zu unterlassen sind", sagte Hubig. "Die dafür anfallenden Stornierungskosten übernimmt das Land Rheinland-Pfalz."

Derzeit wollen sich die Länderminister mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Schulen befassen. Bei der zweitägigen Sitzung der Kultusministerkonferenz geht es unter anderem darum, ob die Ausbreitung des Virus Abiturprüfungen gefährdet. In den meisten Bundesländern stehen in den nächsten Wochen die schriftlichen Abiturprüfungen an.

Nachschreibtermine für Abiturprüfungen

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits einen Notfallplan, der vorsieht, dass Schüler, die wegen der Quarantäne-Regelungen die Abiturprüfung nicht schreiben können, die Klausuren an einem zentralen Nachschreibetermin nachholen.

Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes soll das Abitur wie geplant stattfinden. "An den Abiturprüfungen sollten wir festhalten. Die könnten unter Beachtung eines strengen Gesundheitsschutzes auch stattfinden, wenn es gleichzeitig Corona-Ferien geben sollte", sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Allerdings müsse bei einer solchen Prüfungssituation dafür gesorgt werden, dass ein entsprechender Abstand zwischen den Prüflingen in den Prüfungsräumen bestehe.

Zu möglichen Schulschließungen sagte Meidinger: "Wir tun gut daran, in den Bundesländern den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums zu folgen. Bisher gibt es von dort keine Empfehlung für generelle Schulschließungen."

Generelle Schulschließungen derzeit nicht geplant

Generelle Schulschließungen sollen mit der KMK-Sitzung nicht näher rücken, hieß es in KMK-Kreisen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich kürzlich abermals gegen generelle Schulschließungen ausgesprochen. Es sei leichter, auf Fußballspiele oder Clubkonzerte zu verzichten als auf eine Betreuung der Kinder, sagte Spahn. Geschlossene Schulen und Kitas hätten auch Folgen für Polizisten oder Angehörige des Gesundheitswesens.

Es könne auch fatale Folgen haben, Kinder nun etwa von der Oma betreuen zu lassen, sagte Spahn mit Blick auf das erhöhte Krankheitsrisiko für Ältere. Regionale Schulschließungen wie im besonders betroffenen Kreis Heinsberg seien sinnvoll. "Flächendeckend bin ich sehr zurückhaltend."

Eine Unterrichtung der Öffentlichkeit über die KMK-Sitzung ist erst zum Abschluss am Freitag (13. März) vorgesehen. Auf der Tagesordnung stehen zudem unter anderem Empfehlungen zur Europabildung in der Schule und die Finanzierung der Universitätskliniken. (dpa)

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