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Von Auslauf bis Stall
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So geht Hühnerhaltung im eigenen Garten

Wer einen eigenen Garten hat, darf auch Hühner besitzen. Sie müssen allerdings dem zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse gemeldet werden.
Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Ein paar Hühner, ein bisschen Auslauf und Futter - und schon hat man immer frische Eier frei Haus. Weit gefehlt. Ein Überblick, was Anfänger in Sachen privater Hühnerhaltung wissen müssen.

Spielen Sie mit dem Gedanken, sich ein paar Hühner zuzulegen? Und sie fragen sich, ob man dafür eine Genehmigung braucht? Was die Tiere alles benötigen - angefangen von Stall über Auslauf und Futter bis zur zeitintensiven Pflege, erklärt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) auf dem Portal " landwirtschaft.de". Hier die wichtigsten Antworten:

- Wer ein eigenes Haus mit Garten besitzt, darf dort Hühner halten. Um das gute Miteinander nicht zu gefährden, lohnt es sich jedoch, das Vorhaben vorher in der Nachbarschaft zu besprechen. Besonders, wenn ein Hahn dazu gehören soll, der mitunter sehr laut krähen kann.

- Hühner sind soziale Tiere und sollten mindestens zu dritt sein. Wie viele Hühner es insgesamt werden, hängt vor allem vom Platz, dem Budget und der gewünschten Anzahl an Eiern ab. Rassen mit mittlerer Legeleistung legen rund 150 Eier pro Jahr.

- Ein Hahn ist nicht zwingend notwendig, denn die Hennen legen auch ohne Hahn Eier.

- Der Hühnerstall sollte die Tiere vor Nässe, Kälte und vor Feinden schützen. Das Haus dafür sollte ausreichend hell sein, hoch gelegene Sitzstangen zum Schlafen haben und Futtergefäße, Tränken sowie kleine Legenester bieten. Dabei reicht ein Legenest für zwei bis drei Hennen.

- Für die Stallgröße werden maximal drei Tiere pro Quadratmeter empfohlen.

- Neben einem Stall brauchen Hühner einen Auslauf, der Gelegenheit zum Scharren, Picken und Staubbaden bietet. Ideal ist eine Wiese mit Bäumen und Sträuchern, die Schutz und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Wer auf mobile Ställe setzt, kann Stall und Auslauf im Garten rotieren, so dass die Hühner immer wieder grünes Gras haben und sich die vorher bepickte Grasnarbe erholen kann.

- Das Futter sollte aus Körner- und Grünfutter, Obst und Gemüse und Grit bestehen. Außerdem müssen die Hühner durchweg Zugang zu frischem Wasser haben.

- Fürs morgendliche Öffnen und abendliche Schließen der Stallklappe, Füttern, Auffüllen der Tränken, Einsammeln der Eier sowie Reinigungsarbeiten im Stall und Tier-Kontrolle sind täglich 15 bis 20 Minuten Arbeit einzuplanen. Hinzu kommen regelmäßiges Entmisten und Einstreuen des Stalls und Tierarztbesuche.

- Wen das alles nicht abschreckt, muss die Hühnerhaltung beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse melden. So können die Behörden im Seuchenfall schnell aktiv werden. Zudem müssen Hühner geimpft werden.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-405979/2 (dpa)

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