1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Leben & Freizeit
  4. Von Perlen bis Knochen: "Konplott"-Schmuck wird 25

Lifestyle

Anzeige

Von Perlen bis Knochen: "Konplott"-Schmuck wird 25

Miranda Konstantinidou hat vor 25 Jahren die Firma «Konplott» gegründet. (Bild: dpa)

Vor 25 Jahren hat Modedesignerin Miranda Konstantinidou die Firma "Konplott" gegründet. Ihren Schmuck verkaufte sie zuerst in einer Werkstatt in Trier. Heute gibt es ihn in Läden rund um die Welt.

Shakira trägt ihn. Ebenso Kim Wilde und Madonna. Der Schmuck von Designerin Miranda Konstantinidou hat inzwischen prominente Fans. "Bei mir kann jede Frau ihr ganz persönliches Lieblingsstück finden", sagt die 51-Jährige. Ihr A und O ist die Vielfalt - in den Kollektionen und beim Material. "Ich verwende zig Metalle, Perlen, Glas, Kristalle, Leder und Knochen", sagt Konstantinidou, die rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Ihr Schmuck wird auf den Philippinen gefertigt und ist weltweit in 900 Läden zu kaufen. Darunter in 80 eigenen Geschäften von London über Peking bis Moskau. Angefangen hat aber alles ganz klein - in Trier.

Vor 25 Jahren gründete die Modedesign-Absolventin der Fachhochschule Trier die Marke "Konplott". "Kon" stammt von ihrem Nachnamen, "plott" von dem ihres damaligen Lebensgefährten. "Ich wollte den Modeschmuck aus der verstaubten Ecke herausholen und hochwertige Stücke anbieten." Sie fertigte zunächst in einer Werkstatt in der Moselstadt und belieferte einige Händler. 1996 eröffnete sie dann ihren ersten Laden in Trier, ein zweiter folgte in Köln.

Doch dann wurde die Nachfrage nach ihrem Glitzerschmuck immer größer. Die Griechin kam nicht mehr hinterher mit den Stücken, die stets in kleiner Auflage in Handarbeit produziert werden. So entschied sie sich im Jahr 2000 für den Sprung auf die Philippinen, um dort eine rund 4000 Quadratmeter große Manufaktur zu eröffnen. "Jetzt wächst unsere Produktion jedes Jahr um die 20 Prozent", sagt die Chefin. Die Produktion ist dort fest in Frauenhand: 800 Mitarbeiterinnen fertigen den "Konplott"-Schmuck.

Zwölf Kollektionen entwirft die Designerin jedes Jahr plus einige Extras - ganz allein. Ihre Werke sind fantasievoll, verspielt und detailverliebt, heißen "Indianafrica" oder "My Bonnie is over the Ocean". Furore machte die Designerin einst, als sie nachgegossene Hühnerkrallen und Köpfe von toten Hühnern einsetzte - und 1998 Schlagersänger Guildo Horn für seinen Auftritt beim "Eurovision Song Contest" einkleidete.

Eine Kollektion umfasst rund 150 Teile - wobei ein Stück auch mal einige tausend Euro kosten kann. Wie sie das Pensum schafft? "Ich arbeite jeden Tag von 4.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends."

Rolf Rautenberg, bis 1993 Professor für Modedesign an der Fachhochschule Trier, erinnert sich noch gut an seine damalige Studentin Konstantinidou: "Man merkte damals schon, dass sie großes Potenzial hat", sagt Rautenberg in Berlin. Schon früh habe sie Mode mit Accessoires verknüpft. Sie sei eine seiner erfolgreichsten Absolventinnen. "Sie ist stilbildend auf dem Gebiet des Schmucks", sagt Rautenberg, der zuletzt an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gelehrt hat. Besonders sei, dass "Konplott" völlig unterschiedliche Fans habe. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) trage etwa auch die Stücke.

Genau das ist es, was sich Konstantinidou zum Prinzip macht: "Ich habe keine spezielle Linie und keine feste Zielgruppe." So kommt es vor, dass Rocksänger Steven Tyler von Aerosmith bei ihr in London Totenkopf-Schmuck kauft. Und auch, dass die Kandidatinnen der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" mit Konstantinidous Ketten behängt werden. (dpa)

Webseite von Konplott

Fachhochschule Trier Modedesign

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20MMA_0479.tif
Neusäß - Ziel Ihrer Wünsche

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket