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Religiöse Erziehung

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Wie Großeltern Enkeln ihren Glauben vermitteln

Großeltern können ihren Enkeln von ihrem Glauben erzählen. Für kleine Kinder gibt es passende Bilderbücher.
Bild: Holger Hollemann (dpa)

Schon lange vor der Erstkommunion oder Konfirmation stellt sich die Frage, ob ein Kind religiös erzogen werden soll oder nicht. Heute sind es häufig die Großeltern, die noch einen Bezug zum Glauben haben - während sich viele Eltern von der Kirche abgewandt haben.

Viele Kinder werden nicht mehr religiös erzogen. Dabei halten oft Oma und Opa an ihrem Glauben fest. Sie fragen sich, ob sie trotzdem mit den Enkeln über Gott reden sollen? 

"Unbedingt", sagt der Psychologe und Ratgeberautor Hans Berwanger aus Coburg. "Es liegt in der Natur des Menschen, nach dem Sinn des Lebens zu suchen."

Die Großeltern können mit ihrem Glauben ein Angebot für eine mögliche Antwort machen. Hinzu kommt für Berwanger, dass der Glaube zum Beispiel an Schutzengel, die Wiedergeburt oder einen liebenden, gütigen Gott Kindern Sicherheit gibt.

Beginnen können Großeltern damit im Grunde ab der Geburt. "Es gibt schöne Bilderbücher, die man schon mit Babys anschauen kann." Wer regelmäßig in die Kirche geht, kann den Nachwuchs auch mitnehmen. "Auch wenn sie das noch nicht im Einzelnen begreifen, spüren die Kinder die besondere Atmosphäre der Ruhe und Besinnlichkeit."

Bevor sie ihren Glauben vermitteln, sollten Oma oder Opa die Eltern der Enkel allerdings um Erlaubnis bitten. "Meist treffen sie auf offene Ohren." Denn: "Die heutigen Erwachsenen sind in der Regel nicht anti-religiös." Sie hätten häufig einfach den Bezug zur Kirche verloren - oder wollten schlichtweg bei all der finanziellen Belastung nicht auch noch Kirchensteuer zahlen. "Manche glauben auch immer noch, nur vielleicht nicht mehr im Sinne einer bestimmten Konfession."

Literatur:

Andrea Bischhoff, Hans Berwanger: Die Eltern-Schule: Kinder fürs Leben stark machen, Piper, 368 Seiten, 14,90 Euro, ISBN-13: 9783492049665

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