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Urlaub in der Natur

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Gran Canaria: Mehr als Sandstrand und Pool

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Im bergigen Zentrum von Gran Canaria leben die Menschen meist von dem, was sie selbst anbauen können. Keine Region gleicht der anderen. Mal ist die Landschaft von dürren Sträuchern und Gräsern geprägt, mal sprießen Palmen, Lorbeerbäume oder ganze Nadelwälder aus dem Boden.
Bild: Jareck, stock.adobe.com
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Im Gebirge liegt Gran Canarias wahre Schönheit. Alle paar Kilometer gibt es neue Vegetationszonen zu entdecken - und Menschen leben in Höhlen.

Acht Stunden soll die Fahrt dauern. Dabei hat die beinahe kreisrunde Insel einen Durchmesser von gerade mal rund 50 Kilometern. Der Reiseführer, der sich selbst George Clooney nennt, aber überhaupt nicht aussieht wie er, warnt seine Gäste in düsterem Tonfall vor: „Heute wird es holprig. Es geht ständig auf und ab. Wem dabei übel wird, sollte besser jetzt aussteigen.“ Die knapp 20 Touristen in den vier Kleinbussen bleiben sitzen.

Von der Touristenhochburg Maspalomas im Süden der Insel geht es übers Gebirge in den Norden. Auf dem Weg durchquert die Reisegruppe die verschiedenen Vegetations- und Klimazonen der kleinen Insel. Eigentlich ist Gran Canaria bekannt für seine Strände, seine großen Hotels und für die Sanddünen, die sich nahe Maspalomas erstrecken. Doch ihre wahre Schönheit scheint die Insel im Hinterland, wo es jetzt hingehen soll, vor den Touristenmassen zu verstecken.

Ein älterer Mann sagt: „Wir leben auf der schönsten Insel der Welt“

Bereits wenige Kilometer vom Strand entfernt ragen die ersten Berge in die Höhe. Schmale Straßen hangeln sich an tiefen Schluchten entlang nach oben. Es geht höher und höher. Die Hotels sind alle Richtung Süden zum Meer ausgerichtet. Blickt man auf die andere Seite, wirkt die Insel wie eine bergige Steinwüste. Doch mit steigenden Höhenmetern wird diese abgelöst von Gräsern und Sträuchern, bald schon wachsen die ersten Palmen. Durch die Schluchten kann man dort oben noch immer das Meer sehen.

Weiter im Norden leben die Menschen nicht in Häusern. Viele der kleinen Dörfer im Gebirge, das an seiner höchsten Stelle knapp 2000 Meter hoch ist, wurden in den Berg geschlagen. Die Wohnhöhlen bieten Schutz vor der Hitze und sparen Bauplatz im von Schluchten durchzogenen Bergland. Die Wohnungen sind klein. Zwei, drei Zimmer, mehr gibt es normalerweise nicht. Trotzdem sind die Menschen dort glücklich. Ein älterer Mann erklärt auf Spanisch: „Wir haben nicht viel, aber wir leben auf der schönsten Insel der Welt.“ Und dort, auf der kleinen Straße vor den in den Berg geschlagenen Häusern, umgeben von Mandelbäumen, Palmen und saftigen Büschen, kann man ihm nur glauben.

Im Norden von Gran Canaria wachsen Olivenbäume und Lorbeeren

Es geht weiter Richtung Norden. Wieder verändert sich die Vegetation. Statt Sträuchern und Palmen wachsen am Wegesrand nun Nadelbäume. Sie füllen einen ganzen Wald. Der Wechsel zwischen den Zonen geschieht so schleichend, dass es anfangs niemand wirklich bemerkt. Erst Reiseführer George macht seine Gruppe darauf aufmerksam.

Noch im Nadelwald geht es wieder bergab. Die kurvigen Straßen werden gerader, Schluchten gibt es im Norden vergleichsweise wenige. Dafür wieder Häuser aus Ziegeln. Olivenbaum- und Lorbeerhaine schmücken die Hügel, die zum Meer hinabfallen. Im Nordwesten zeichnet sich die spitz zulaufende Silhouette Teneriffas ab.

Gran Canaria wirkt anfangs karg und steinig, vor allem in der Touristenregion im Süden. Doch dort ist es plötzlich saftig und grün – und alle paar Kilometer können Besucher eine völlig neue Vegetationszone entdecken. Reiseführer George erklärt die Insel zu einem Minikontinent. Und er hat recht. Von Sandwüste bis Nadelwald, von Großstadt bis Bergdorf gibt es dort alles zu sehen.

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