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Haustausch, Campen & Natur
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Fünf spannende Ideen für Urlaub vor der eigenen Haustür

Statt wie üblich mit dem Auto zu fahren, einfach mal Ziele per Rad oder Fuß ansteuern und eine Wanderung daraus machen.
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Statt wie üblich mit dem Auto zu fahren, einfach mal Ziele per Rad oder Fuß ansteuern und eine Wanderung daraus machen.
Foto: Florian Schuh, tmn

An unbeschwertes Reisen mag man trotz sich entspannender Lage kaum denken. Zum Glück warten auch vor der eigenen Haustür Abenteuer. Ideen für die großen Ferien.

Die Pandemie hat die Urlaubspläne vieler Familien auch in diesem Jahr auf den Kopf gestellt. Erst nach und nach werden Reisen wieder möglich und sind zum Teil an strenge Bedingungen geknüpft. Für Eltern und ihre Kinder ist das eine große Herausforderung. Was also tun, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt?

1. Wohnungs- oder Haustausch

Einfach für ein paar Tage das eigene Zuhause gegen ein anderes tauschen. Das geht mit Freunden und Verwandten oder über kostenpflichtige Tauschbörsen auch mit Fremden. Was daran spannend ist? Zwei Familien tauschen den Alltag miteinander und entdecken so viel neues.

Für Familien mit Kindern ist die Urlaubsplanung derzeit eine Herausforderung. Zum Glück gibt es auch nah der Heimat viele Möglichkeiten.
Foto: Mascha Brichta/, tmn

Wenn die Kinder in einem ähnlichen Alter sind, ist in der anderen Wohnung meist sogar vieles vorhanden, das gebraucht wird. Vom Wickeltisch, über Spielzeug bis hin zum Kinderstuhl. Die Variante ist in der Regel coronakonform, denn ein kompletter Haushalt tauscht seine Wohnstätte mit einem anderen. Das ist in der aktuellen Lage ein klarer Vorteil.

2. Einen Camperoder ein Wohnmobil leihen

Sich einen Camper von Freunden leihen und einfach los in die Natur brausen? Das klingt aufregend. Allerdings sind Übernachtungen bis auf wenige Ausnahmen grundsätzlich nur auf Campingplätzen erlaubt. Gestattet ist sonst etwa eine Übernachtung zur "Herstellung der Fahrtüchtigkeit". Sprich: Man muss eine Pause machen und schlafen, weil man sonst den Straßenverkehr gefährdet.

Eine Reise mit dem Wohnmobil ist nicht nur in diesem Sommer eine gute Alternative.
Foto: Tobias Hase, tmn

"Was natürlich auch geht: Den Camper bei Freunden oder Bekannten auf dem Hof oder auf deren Gartengrundstück parken, sofern keine Corona-Regeln dagegen sprechen", sagt Dirk Fehse, Gründer und Betreiber von PaulCamper in Berlin. Der 39-jährige vermittelt Wohnmobile nach dem Airbnb-Prinzip von privat an privat. "Im Moment ist die Nachfrage extrem hoch, sodass wir eher Vermieter suchen, die bereit sind, ihr Wohnmobil zu teilen", so Fehse.

3. Mit dem Rad oder zu Fuß zu Oma und Opa

Ab aufs Fahrrad oder mit Proviant im Rucksack auch zu Fuß Richtung der geimpften Großeltern aufbrechen, statt wie sonst das Auto zu nehmen. Was auch Spaß machen kann: Mit Zug, S-Bahn oder Bus fahren und einfach eine oder mehrere Stationen früher aussteigen.

Wer Freunde hat, die auf der Wegstrecke wohnen: Vielleicht lässt sich sogar eine Übernachtung mit Zelt im Garten arrangieren? Für Kinder ein echtes Abenteuer.

4. Ums Dorf herum oder eine neue Ecke der Stadt erkunden

Einmal komplett das eigene Dorf zu umwandern, kann einen neuen Blick auf die Heimat ermöglichen. Gleiches gilt für das Erkunden eines bisher unbekannten Stadtteils in der Heimatmetropole.

Man schnappt sich einfach eine Karte und plant seine Route entlang der Gemeinde- oder Stadtteilgrenzen. Dafür eignen sich neben Wanderkarten auch Google Maps in Kombi mit Apps wie Komoot. Falls die Wegstrecke für zwei Tage reicht, lässt sich auch hier vielleicht ein Übernachtungsstopp bei Freunden oder Verwandten arrangieren.

5. Leckereien aus der Natur herstellen

Nicht immer muss es ein großer Ausflug sein. Auch kleine Projekte zu Hause können der ganzen Familie Spaß bringen. Etwa, wenn aus Holunderblüten süßer Sirup gemacht wird.

Und so gehts: Holunder blüht je nach Standort ab Mitte Mai bis in den Juni hinein. Einfach am Wegesrand läuse-freie Dolden sammeln. So nennt man die büschelartigen Teile der Pflanzen, die die Blüten tragen. Markus Strauss, Buchautor und Experte für essbare Wildpflanzen empfiehlt, diese vormittags statt nachmittags oder abends zu sammeln, denn dann seien die Pflanzen weniger "gestresst". Wenn die Sonne brenne und dazu vielleicht noch ein starker Wind wehe, würden die Dolden viel von ihren sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen verlieren. "Und genau letztere braucht man ja als Geschmacksträger für den Sirup", so der Experte.

Aus Holunderblüten lässt sich einfach leckerer, süßer Sirup herstellen.
Foto: Mascha Brichta, tmn

Zuhause sollten die Dolden nochmals geschüttelt und von Ungeziefer befreit werden. Dann die Blüten über Nacht in einem Topf mit kaltem Wasser einweichen, dabei nimmt das Wasser das Aroma aus den Blüten an. Pro Liter Wasser benötigt man etwa zehn Dolden.

Am nächsten Tag das Wasser durch ein Geschirrtuch in eine große Schüssel seihen. Dann das aromatisierte Wasser mit Zucker und Zitronensäure stets rührend aufkochen, bis es eindickt. Pro Liter Wasser rechnet man 500 Gramm Zucker und 20 Gramm Zitronensäure. Den fertigen, zähen, heißen Sirup füllt man per Filter in saubere Glasflaschen ab und lässt ihn abkühlen. Et voilà! (tmn)

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