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Mit dem Wind unterwegs

Umwelttechnisch haben Segelkreuzfahrten den Vorteil, dass ein Teil der genutzten Energie nachhaltig ist.
Bild: Windstar Cruises, tmn
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Seereisen auf dem Mittelmeer sind inzwischen manchmal für wenige Hundert Euro zu haben. Die immer größeren Schiffe gefallen aber nicht jedem.

Alternativen sind dann zum Beispiel Segelkreuzfahrten. Was ist anders als bei einer gewöhnlichen Kreuzfahrt? Zum einen schon mal die Zahl der Passagiere: Von der Segeljacht für 20 Urlauber bis zum Großsegler für 220 Passagiere reicht das Angebot. Das ist aber immer noch weit entfernt von den Gästezahlen der meisten Kreuzfahrtschiffe, die mit mehr als einem Dutzend Restaurants und reichlich Entertainment aufwarten.

Bei einer Segelkreuzfahrt steht jedoch primär das Segeln im Fokus. In erster Linie wollen die Reisenden die Natur und das Meer genießen und mit dem Wind unterwegs sein. Natürlich geht es auch Gästen auf großen Motorschiffen darum, das Meer zu genießen. Doch diese Schiffe sind oftmals nachts unterwegs, tagsüber stehen Landgänge an. Das Fahrerlebnis als solches wird weniger zelebriert, sieht man einmal von Reisen wie der klassischen Transatlantik-Kreuzfahrt ab. Auf einem Segelschiff ist der Weg das Ziel. Häfen sind eher die Umrahmung einer solchen Reise. Angelegt wird auch für maximal einen halben Tag.

Reise weniger planbar

Dass Segelkreuzfahrten mehr vom Wetter abhängig sind, versteht sich von selbst. Die Reisen sind zwar gut planbar, trotzdem kann es immer Abweichungen geben. In der Regel besteht ein zeitlicher Spielraum, falls Sturm und Gewitter auftreten. Die Törnplanung ist daher unter Vorbehalt. Herrscht Flaute, bringen notfalls Verbrennungsmotoren die Segelschiffe zur nächsten Station der Reise.

Das Bordleben ist für die Gäste jedoch meist sehr entspannt. Aber das muss es nicht sein. Wer gerne helfen möchte, kann das tun – ob beim Segeln oder bei Wartungs- und Reparaturarbeiten. Die grobe Struktur richte sich nach Tages- und Essenszeiten. Hier unterscheiden sich die Segelreisen nicht so sehr von konventionellen Kreuzfahrten.

Mitnehmen sollte man auf eine Segelkreuzfahrt auf jeden Fall rutschfeste Schuhe, Windjacke und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Weil das Sonnenlicht auf dem Wasser reflektiert, ist auch eine Sonnenbrille notwendig. Eine Kopfbedeckung ist ebenfalls ratsam. Wenn man eine Sommerreise gebucht hat, sollte man etwas Wärmeres mitnehmen. Und um das Handy vor Spritzern zu schützen, sollte ein wasserfester Beutel dabei sein.

Und man sollte einigermaßen gesund und fit sein. Barrierefreiheit herrscht auf den Segelschiffen nämlich nicht. Steile Treppen führen in die Kabinen, auf Deck sind Seile gespannt und die Segel verzurrt, sodass man deswegen gut aufpassen muss. Auch für kleine Kinder sind solche Reisen eher nicht geeignet. Schwierig wird es vor allem bei starkem Wellengang für Menschen, die schlecht zu Fuß sind. Denn Segelschiffe sind dem Spiel des Meeres stärker ausgesetzt als große Kreuzfahrtschiffe. Das führt auch dazu, dass viele Passagiere seekrank werden. Wer sehr empfindlich ist, sollte deshalb lieber auf ein klassisches Kreuzfahrtschiff gehen.

Umweltfreundlicher?

Schließlich ein Thema, das heute viele umtreibt, die gerne auf einem Schiff verreisen: Wie umweltfreundlich sind Segelschiffe? Klar: Sie haben im Vergleich zu schwerölbetriebenen Ozeanriesen die bessere Ökobilanz, wenn es um die Luftschadstoff- und CO2-Emissionen geht“, sagt Daniel Rieger vom Naturschutzbund Nabu. Das gelte aber nur, wenn die Schiffe auch tatsächlich vom Wind angetrieben würden und nicht die Dieselmotoren an Bord für den Vortrieb nutzen. Für den Hotelbetrieb an Bord werden dem Experten zufolge aber ebenfalls fossile Kraftstoffe gebraucht.

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