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Ab Juli 2009: Was sich für Verbraucher ändert

Bild: DPA

Berlin/Kiel (dpa/tmn) - Ab 1. Juli treten eine Reihe von Gesetzesänderungen und Neuregelungen in Kraft. Davon betroffen sind auch Krankenversicherte und Rentner. Für Verbraucher, die sich ab dem 1. Juli ein Auto kaufen möchten, gilt die reformierte Kfz-Steuer.

Hausarztmodell: Alle gesetzlichen Krankenkassen müssen ihren Versicherten vom zweiten Halbjahr an sogenannte Hausarzt-Modelle anbieten. Hierbei verpflichtet sich der Versicherte unter anderem dazu, sich an einen Hausarzt zu binden, erläutert Rechtsanwalt Andre Vogel von der Unabhängigen Patientenberatung in Kiel. Das bedeutet: Bei Beschwerden sucht der Patient als Erstes seinen Hausarzt auf, der ihn dann gegebenenfalls an einen Spezialisten überweist. Im Gegenzug hat der Patient - je nach Vereinbarung - bestimmte Vorteile, zum Beispiel kann ihm die Praxisgebühr erlassen werden.

Krankenversicherung: Krankenversicherte werden vom 1. Juli an entlastet, denn der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wird um 0,6 Prozentpunkte gesenkt. Er beträgt dann nur noch 14,9 Prozent. Der davon allein von den Versicherten zu tragende Anteil liegt bei 0,9 Prozent, den Rest tragen je zur Hälfte Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Kfz-Steuer: Bei neuen Autos entscheidet ab dem zweiten Halbjahr vor allem der CO2-Ausstoß über die Höhe der Kfz-Steuer - nicht mehr allein die Hubraumgröße. Stößt ein Fahrzeug weniger als 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus, muss der Halter dafür keinen Zusatzbetrag zahlen. Ist der Ausstoß höher, werden zwei Euro für jedes weitere Gramm CO2 fällig. Die neue Regelung gilt für Neuwagen, die ab dem 1. Juli zugelassen werden.

Meister-BAföG: Ab Juli treten neue Regelungen für das sogenannte Meister-BAföG in Kraft. Nach dem neuen Gesetz werden auch Aufstiegsfortbildungen für Altenpfleger und Erzieher gefördert. Der Staat übernimmt 30,5 Prozent der Kosten für Lehrgang und Prüfung. Den restlichen Betrag kann der Teilnehmer über ein zinsgünstiges Darlehen finanzieren. Auch Existenzgründer profitieren stärker von dem neuen Gesetz: Stellen sie einen Mitarbeiter oder Auszubildenden dauerhaft ein, wird ihnen 33 Prozent des Darlehens erlassen. Bislang mussten sie dafür mindestens zwei Beschäftigte anstellen.

Rentenanpassung: Nach Nullrunden und Mini-Anpassungen steigen die Renten ab 1. Juli so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr: Die Rentner in Ostdeutschland erhalten 3,38 Prozent mehr Geld, im Westen sind es 2,41 Prozent.

Die Bewerbungsunterlagen sollten immer strukturiert und geordnet sein.
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