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An- und Umbau Feuerwehrhaus Ellgau
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Mehr Platz für die Feuerwehr Ellgau

Das Feuerwehrhaus in Ellgau nach den An- und Umbauten.
Foto: Rosmarie Gumpp

Erst verzögerte die Coronapandemie die Bauarbeiten am Feuerwehrhaus in Ellgau, dann sorgte sie für eine Einweihung „light“.

Denn nur wenige geladene Gäste durften am vergangenen Kirchweihsonntag nach dem Gottesdienst mit der Musikkapelle Ellgau zum Feuerwehrhaus ziehen, um der Segnung der fertiggestellten An- und Umbauten durch Pfarrer Norman D´Souza beizuwohnen. In Nicht-Coronazeiten wären es sicher viel mehr gewesen.

Finanzierung durch Gemeinde

Letztendlich zählt jedoch, dass durch die Finanzierung der Gemeinde die Fahrzeughalle mit Werkstatt und Lagerraum modernisiert, die sanitären Anlagen an die aktuellen Standards angepasst und im Obergeschoß Büro- und Schulungsräume entstehen konnten.

Bei der Einweihung ließ Bürgermeisterin Christine Gumpp dann auch die Bauphase Revue passieren, die im Frühjahr 2019 nach dem Umzug der Floriansjünger ins Ausweichquartier Lagerhaus begann.

Öfters umgezogen

Nach den Baumeisterarbeiten mit Aufstockung und Anbau des Treppenhauses konnten die Zimmerleute ihr Gewerk in Angriff nehmen. Nach zuerst planmäßig verlaufenden Arbeiten stellte sich heraus, dass die anvisierte Bodenbeschichtung in der Halle nicht rechtzeitig vor dem Winter aufgebracht werden konnte. Folglich zog die Feuerwehr wieder ein, um frostfrei zu überwintern.

Nach dem erneuten Umzug konnten die noch anstehenden Arbeiten ausgeführt werden. Das Jahr 2020 war hauptsächlich vom Innenausbau im Erdgeschoß und im oberen Stockwerk und von der Gestaltung der Außenanlagen geprägt. „Die größte Blockade im Bauablauf war die Coronapandemie“, sagte Gumpp. So konnte teilweise Baumaterial nicht mehr eingekauft werden, weil Baumärkte geschlossen waren, alles verlief einfach langsamer. Dabei galt es immer, die Mannschaft der Feuerwehr für einen Ernstfall einsatzfähig zu halten.

Das sind die Kosten

Wie bei vielen Bauprojekten mussten auch hier die Kosten etwas nach oben korrigiert werden. Lag anfangs die Schätzung bei circa 360000 Euro reine Baukosten plus 100000 Euro für Ausstattung und Sonstiges, wurden es schließlich durch Optimierungen – beispielsweise im Eingangsbereich, bei der Ausführung des Hallenbodens und der Außentreppe – rund 578000 Euro Gesamtkosten. In dieser Summe stecken gerundet 484000 Euro Hauptkosten für Bauarbeiten, Material und Löhne. Die Nebenkosten – überwiegend für Fachplaner, Grunderwerb und Hebauf – belaufen sich auf rund 7300 Euro. Die Ausstattung schlägt mit 49900 Euro zu Buche.

Darin enthalten sind als größere Posten die Möbel für das Büro und den Schulungsraum, die Küche, der Schlauchtrockenschrank und die Werkstatteinrichtung. Die Gestaltung der Außenanlagen einschließlich der Teerung des Vorplatzes kostet 36400 Euro. Weitere Beschaffungen laufen noch. Die Feuerwehr selbst übernahm die Ausstattung des Stübles im Obergeschoß, die Präsentationsschränke im Treppenhaus und beteiligte sich zur Hälfte an der Außentreppe.

Was lange währt

Erste Planungen für ein neues Feuerwehrhaus gab es schon vor vielen Jahren. Damals stand neben einem Um- auch ein Neubau im Raum. Durch andere Projekte, die vorgezogen werden mussten, kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen bei dem Bauprojekt.

Dazu kam, dass es für einen 1,6 Millionen Euro teuren Neubau keine staatlichen Mittel geben würde. So entschlossen sich Gemeinde und Feuerwehr für die jetzt beendeten Um- und Anbauten, um das bestehende Feuerwehrhaus für die nächsten Jahre fit zu machen.

Auch viele ehrenamtliche Leistungen

Der Ellgauer Ehrenbürger und Bauingenieur Martin Oefele betreute das Projekt als Bauleiter zusammen mit seiner Tochter, der Architektin Susanne Oefele, von der Planung über die Bauausführung bis hin zur Fertigstellung. Daneben trugen Mitglieder und auch Nichtmitglieder in über 1700 Arbeitsstunden zum Um- und Anbau des Feuerwehrhauses Ellgau bei. Die Bauphase umfasste den Zeitraum vom Frühjahr 2019 bis zum Herbst 2021. rogu/bim

Zur FFW Ellgau

Die Freiwillige Feuerwehr Ellgau wurde am 17. April 1878 gegründet. Aktuell gehören dem Verein 49 Aktive an, insgesamt sind es 203 Vereinsmitglieder. Mehrmals musste die Freiwillige Feuerwehr in ihrer Geschichte das Gebäude wechseln. Seit 1972 befindet sich das Feuerwehrhaus an seinem Standort.

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