Newsticker
Roche erhält EU-Zulassung für sein Medikament Roactemra bei Covid-19
  1. Startseite
  2. Themenwelten
  3. Wirtschaft
  4. Arbeit: Wie werde ich..: Ausgebildeter Gleisbauer/in

Arbeit
ANZEIGE

Wie werde ich..: Ausgebildeter Gleisbauer/in

Foto:  Ulrich Perrey (dpa)

Wer an Jobs bei der Bahn denkt, dem kommt häufig als erstes der Lokführer in den Sinn. Ein ganz anderes Berufsbild, das deutlich weniger Menschen kennen, ist das des Gleisbauers.

Die Fachleute sorgen dafür, dass Züge, Stadt- und Straßenbahnen problemlos über das mehrere Zehntausend Kilometer umfassende Schienennetz in Deutschland rollen.

Instandsetzung der Gleise und vieles mehr

Die Experten müssen Gleisanlagen regelmäßig mit Messfahrzeugen kontrollieren, verschlissene Schienen auswechseln und nicht mehr gebrauchte Gleise zurückbauen. Auch Instandsetzungsarbeiten fallen an. "In den vergangenen zehn Jahren erleichtert immer mehr Technik den Alltag, dennoch bleibt der Beruf körperlich fordernd", sagt Marco Hoffmann. Er ist Schachtmeister beim Bahninfrastrukturunternehmen Spitzke in Großbeeren bei Berlin.

Sicherheit steht an oberster Stelle

Damit die Gleisanlagen betriebssicher sind, müssen die Fachkräfte Schrauben nachziehen, im Gleisbett lose liegende Bahnschwellen unterfüttern oder das Gleisbett erneuern. Gekleidet sind die Fachleute in orangenen Schutzanzügen. So sind sie schon von weitem zu sehen.

Teamarbeit ist wichtig

Gearbeitet wird in Teams mit mehreren Kollegen. "Teamgeist ist unerlässliche Voraussetzung für den Gleisbauer-Beruf", sagt Hoffmann. So sieht es auch Dirk Flege, Geschäftsführer bei dem Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene in Berlin. Wer sich für den Beruf entscheidet, muss es mögen, viel im Freien zu arbeiten - egal, bei welchem Wetter.

Am Wochenende arbeiten ist normal

"Immer wieder fällt außerdem Arbeit nachts oder am Wochenende an", erklärt Flege. Oft sind Gleisbauer außerdem fernab von ihrem Wohnort im Einsatz - dann leben sie mitunter wochenlang gemeinsam mit Kollegen in Baucontainern.

Frauenanteil ist gering

Allein bei der Deutschen Bahn werden jedes Jahr 170 junge Leute zum Gleisbauer ausgebildet. Der Frauenanteil unter den Azubis ist gering. "Er liegt im niedrigen einstelligen Bereich", erklärt Carola Ellfeldt. Sie ist Leiterin Personalmanagement für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bei der Deutschen Bahn.

Gutes Verstädnis für Zahlen ist wichtig

Bewerbungen von Frauen sind aber ausdrücklich erwünscht. Bewerber sollten mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können. Neben einem ausgeprägten Hang zur Technik müssen sie auch ein gutes Verständnis für Zahlen haben. "Das brauchen sie, um Konstruktionspläne für Gleisanlagen anfertigen, aber auch lesen zu können", erläutert Flege.

Spezialisierung zum Gleisbauer erfolgt im dritten Jahr

Die Ausbildung dauert drei Jahre - Jugendliche lernen im Betrieb und in der Berufsschule. Der erste Ausbildungsabschnitt dauert zwei Jahre und endet mit dem Tiefbaufacharbeiter-Abschluss. Die Spezialisierung zum Gleisbauer erfolgt im dritten Jahr. Neben der Deutschen Bahn bilden auch Gleisbauunternehmen junge Leute aus.

Vergütung fällt unterschiedlich aus

Die Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich. Die Höhe hängt vom jeweiligen Arbeitgeber, aber auch vom Bundesland ab. Im ersten Jahr kann laut Flege die Vergütung bei 580 bis mehr als 700 Euro brutto pro Monat, im dritten Jahr bei 870 bis rund 1380 Euro liegen. Nach der Ausbildung sind Gleisbauer entweder bei der Deutschen Bahn oder bei Gleisbauunternehmen tätig. "Das Einstiegsgehalt kann inklusive Bauzuschläge bei über 3000 Euro brutto im Monat liegen, aber auch deutlich niedriger ausfallen", sagt Flege. (dpa)

Aufgaben beim Onlinetest der Deutschen Bahn

Infos rund um Schienenjobs einschließlich Bewerbungstipps

Berufsbild Gleisbauer bei der Bundesagentur für Arbeit

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten.
Corona-Regeln

2G im Einzelhandel und Böllerverbot

Neu: Unser Zuckerguss Newsletter Version 2

Mit Zuckerguss ins Wochenende

Jeden Freitag neu & kostenlos mit leckeren Rezeptideen und Inspirationen rund ums Backen.

Newsletter bestellen
Das könnte Sie auch interessieren