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Kalchschmid: 45 Jahre Holzbau, 25 Jahre Betonbau

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Balzhauser Familienunternehmen feiert gleich zwei Jubiläen

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Seit 45 Jahren steht der Name Kalchschmid für qualitativ hochwertigen Holzbau.
Bild: Hans-Martin Pfeifer

Gleich zwei Jubiläen kann das Balzhauser Familienunternehmen Kalchschmid heuer feiern: 45 Jahre Holzbau und 25 Jahre Betonbau. Während die letztere Sparte Großkunden im gesamten deutschsprachigen Raum anspricht, sind es im Bereich Holzbau die Privatkunden aus der Region, die dem Balzhauser Unternehmen nun schon seit 45 Jahren die Treue halten.

Und dafür gibt es gute Gründe: Kalchschmid ist nach wie vor ein familiengeführter Betrieb, der Wert auf Ausbildung und regionale Qualität legt, mehrfach zertifiziert ist und umfassende Lösungen aus einer Hand bietet. 1973 gründete August Kalchschmid seinen Betrieb, damals noch als Nebenerwerb neben der Landwirtschaft.

Heute, 45 Jahre später, ist mit Sohn Helmut Kalchschmid und Tochter Brigitte Wöß die zweite Generation am Ruder und der Betrieb auf 75 Mitarbeiter gewachsen. Eine Größe, die es noch erlaubt, flexibel auf unterschiedliche Herausforderungen zu reagieren, auf individuelle Wünsche einzugehen und darüber hinaus auch noch persönlichen Kontakt zwischen Firmenleitung und Kunden möglich macht. Und eine Größe, die bewusst das Maximum darstellt: „Wir haben schon vor Jahren entschieden, nicht mehr größer zu werden, sondern nur noch besser“, bringt es Brigitte Wöß auf den Punkt.

Bei Kalchschmid soll der Kunde keine Nummer sein, sondern Wertschätzung erfahren und einen direkten Ansprechpartner haben – nach Möglichkeit den Chef persönlich. „Mir ist es wichtig, den Kunden und seine Wünsche zu kennen“, betont Helmut Kalchschmid, der bewusst selbst zu potenziellen Auftraggebern nach Hause zu kommt, sich ein Bild der Lage vor Ort macht und dann ein Angebot erstellt.

Seit jeher genießt die Ausbildung bei Kalchschmid einen großen Stellenwert. Seit der Gründung wurden bereits über 115 junge Burschen zu Zimmerern ausgebildet. Aber auch Spengler, Betonbauer, Dachdecker und Bürofachkräfte bildet der Familienbetrieb selbst aus: Eine Vielfalt, die das selbst gesetzte Ziel unterstreicht, alles aus einer Hand zu bieten. Ein eigener Fuhrpark mit Tiefladern, Autokränen und Kfz-Werkstatt, eine eigene Gerüstbau-Sparte, eine eigene Spenglerei, Schlosserei und Bauschreinerei – Holzbau Kalchschmid ist längst viel mehr als eine Zimmerei.

Und so gehören zum Leistungsspektrum eben nicht nur Neu-, An- und Umbauten, Dachsanierungen und- eindeckungen samt Spenglerarbeiten, sondern auch die komplette Eingabeplanung. Der Kunde erhält ein Angebot, das alles beinhaltet. Er hat nur einen Ansprechpartner für verschiedene Gewerke. Und: Er hat keinen Ärger und keinen Zeitaufwand, um verschiedene Arbeiten zu koordinieren. Stattdessen bekommt er Profis, die freundlich sind, auf Sauberkeit achten und die Baustelle auch wieder ordentlich verlassen, was natürlich besonders bei bewohnten Häusern wichtig ist. Denn obwohl Kalschschmid im Jahr etwa 15 komplette Holzhäuser baut, stellen Dachsanierungen einen Schwerpunkt der Holzbausparte dar.

Dafür, dass die Mitarbeiter fachlich stets auf der Höhe sind, wird mit Schulungen Sorge getragen. Und dass qualifizierte Mitarbeiter das größte Kapital jeder Firma sind, belegen auch die Auszeichnungen und Zertifizierungen, die der Balzhauser Familienbetrieb in den letzten Jahren erhalten hat: Der Bayerische Qualitätspreis, die AMS-Bauzertifizierung durch die Berufsgenossenschaft und die Fünf Sterne („Meisterhaft“) von der Bayerischen Bauwirtschaft.

Die Firma Kalchschmid genießt nicht nur im Holzbau, sondern auch im Betonbau einen ausgezeichneten Ruf: Kunden aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrauen auf die Qualitätsprodukte aus Balzhausen. 25 der insgesamt 75 Mitarbeiter sind in der Sparte Betonbau tätig: Sie sorgen dafür, dass im Schnitt jeden Tag eine Trafostation von Balzhausen aus auf die Reise gehen kann. Dass die Bevölkerung davon nicht viel mitbekommt, liegt daran, dass die bis zu 40 Tonnen schweren Betonbauten vorwiegend nachts mittels Tiefladern abtransportiert werden.

In Trafostationen wird die elektrische Energie aus dem Mittelspannungs-Stromnetz so umgewandelt, dass sie zur allgemeinen Stromversorgung genutzt werden kann. Etwa 600.000 solcher Stationen gibt es in Deutschland, nachgefragt werden sie vor allem von Groß- und Industriekunden, aber auch größere Biogasanlagen, Windkraftwerke und Solarparks sind auf derartige Spezialbauten angewiesen. Unter den Kunden von Betonbau Kalchschmid finden sich heimische Firmen wie Grob, Kögl oder das Legoland genauso wie namhafte Abnehmer wie die BMW-Welt oder der Flughafen München.

Gefertigt werden die Trafostationen in einer eigenen Halle am Firmensitz in Balzhausen – und zwar komplett, inklusive Keller, Flach- oder Giebeldach sowie feuer- und explosionsgeschützter Türen, die ebenfalls bei Kalchschmid produziert werden. Lediglich die Elektrik wird dann erst vor Ort installiert. Und da aufgrund der dort herrschenden Spannung besondere Anforderungen gelten, durchlaufen die in Balzhausen gefertigten Trafostationen alle paar Jahre aufwändige Explosionstests in Berlin und Frankfurt.

1993 integrierte der Firmengründer und damalige Geschäftsführer August Kalchschmid die Sparte Betonbau ins Unternehmen. Bis dahin hatte die Firma Kalchschmid schon jahrelang Dächer für Trafostationen gefertigt – nun stellte sie auch die Unterbauten und damit die kompletten Gebäude selbst her. Die berufliche Qualifikation brachte August Kalchschmid als Betonbau- und Maurermeister schon mit, den erforderlichen Grund für die Fertigungshalle erwarb er und die hier eingesetzten Schalungen entwickelte er kurzerhand selbst.

Für den Familienbetrieb stellte die Erweiterung eine Millioneninvestition und natürlich auch ein Wagnis dar. Es hat sich ausgezahlt – doch dafür waren „Glück, Gottes Segen und viel, viel Arbeit nötig“, wie es Helmut Kalchschmid, der Sohn des Firmengründers und heutige Geschäftsführer, formuliert. Und wenn der Betonbau auch das jüngere und regional weniger bekannte Standbein des Unternehmens darstellt: Der Stellenwert steht der Sparte Holzbau in nichts nach.   alan

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