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Effektivzins: Auf Zinsbindungszeit achten

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Verbraucher sollten sich bei einer Kreditaufnahme den Effektivzins immer nur für die Zinsbindungszeit ausrechnen lassen. Nur dann sei ein Vergleich von verschiedenen Angeboten möglich, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH.

Der Effektivzins enthält alle Kosten des Kredites und muss somit höher als der Nominalzins liegen, der aufgrund der neuen EU-Verbraucherkredit-Richtlinie jetzt Sollzins heißt.

Es könne jetzt allerdings passieren, dass die Banken mit extrem niedrigen variablen Zinssätzen weiterrechnen, erläutert Herbst. Denn die Richtlinie verpflichtet sie, den Effektivzins über die gesamte Finanzierungszeit auszuweisen und nicht nur über die Sollzinsbindung. Manche Banken würden daher tricksen, weil sie der Meinung seien, eine Gesetzeslücke entdeckt zu haben.

So bekam Herbst von einer großen Sparkasse im Juni einen Sollzins von 3,60 Prozent gemeldet und einen Effektivzins von 3,43 Prozent. Auf Nachfrage, warum der Effektivzins niedriger sei, hieß es schlicht: Die Sparkasse habe ab dem elften Jahr bis zum Ende der Finanzierungszeit von 43 Jahren mit dem aktuell gültigen variablen Sollzins von 3,31 Prozent gerechnet. "Dies lässt keine sauberen Zinsvergleiche mehr zu", urteilt Herbst.

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