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Neues Betriebsgebäude von CeramDry

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Ein Meilenstein in der Firmengeschichte

"Im Winkel", nördlich der Hans-Lingl-Straße, hat CeramDry sein neues Firmengebäude errichtet.
Bild: Andreas Langer
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Im Krumbacher Norden, noch hinter der Hans-Lingl-Straße und fast schon versteckt, werden seit einigen Monaten Trocknungsanlagen konzipiert, die um die ganze Welt gehen.

Die Firma CeramDry ist im Juli in einen großzügigen Neubau gezogen und hat damit das nächste Kapitel in der noch jungen Firmengeschichte aufgeschlagen. Bis dahin hatte das 2010 gegründete Unternehmen von Niederraunau aus operiert, wo man Räume im ersten Stock der Raiffeisenbank-Außenstelle gemietet hatte. Eine kontinuierlich positive Entwicklung veranlasste CeramDry dann aber, sich deutlich zu vergrößern. Ein geeignetes Grundstück fanden Geschäftsführer Friedrich Straub und seine Mitgesellschafter im Krumbacher Norden, an der Straße „Im Winkel“. Im Sommer 2017 erwarb CeramDry das 2200 Quadratmeter große Areal von der Stadt und beauftragte die Krumbacher Architektin Birgit Dreier mit der Planung eines Verwaltungsgebäudes samt Lager- und Kommissionshalle.

Errichtet wurde das Gebäude in Holzbauweise, tätig waren vor allem Handwerksbetriebe aus der Region. Die Keramikfassade erledigte ein guter Kunde von CeramDry, der seinen Sitz in Niederbayern hat – davon abgesehen hatte ein Memminger Betrieb die längste Anfahrt, alle anderen Handwerker stammten aus dem Landkreis. „Lokale Lieferanten, kurze Wege“, lautete die Prämisse von Friedrich Straub, der sich sehr zufrieden über die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zeigt.

Wichtig war Straub auch der ökologische Gedanke. Den Strom produziert CeramDry nun dank einer Photovoltaikanlage auf dem Dach selbst und konnte im Sommer sogar einiges ins öffentliche Netz einspeisen. Für Kühlung in den warmen Monaten sorgte dasselbe System, das jetzt im Herbst und Winter Wärme liefert: Eine Wärmepumpe, die über einen Naturspeicher mit Wärmetauschern in fast drei Metern Tiefe verfügt. Sie sorgen im Winter für warme und im Sommer für kalte Luft, die über Rohrleitungen in der Decke des Neubaus in alle Räume gelangt. Demnächst schafft CeramDry noch eine firmeneigene Ladestation für Elektroautos an, denn: „Wir wollen ein grünes Unternehmen sein“, so Straub – und dieser grüne Gedanke wird auch von den Mitarbeitern bei CeramDry gelebt.

Von Krumbach in die ganze Welt

Es war eine dunkle Stunde für die Krumbacher Wirtschaft, als der Trocknungsanlagen-Hersteller Novokeram 2009 Insolvenz anmeldete. Unter den betroffenen Mitarbeitern waren auch Friedrich Straub, Bernhard Herold, Clemens Jans, Wolfgang Sendler und Claudia Weber, die allesamt 20 Jahre oder länger dort tätig gewesen waren.

Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, gewann Straub seine Mitstreiter für die Idee, ihre gesammelte Expertise unter einem neuen Dach zu vereinen: Im Sommer 2010 gründeten sie ihr eigenes Unternehmen CeramDry. Und der neue Name wurde schnell zu einem guten in der Branche: CeramDry gilt längst als Spezialist für Trocknungsanlagen in den Bereichen Grob-, Sanitär- und Technischer Keramik sowie für Katalysatoren und Isolatoren. Abnehmer sind Ziegeleien und Porzellanhersteller weltweit. Zwischenzeitlich betrug der Exportanteil von CeramDry 70 Prozent, laut Straub „lebt der europäische Markt aber wieder auf und auch aus Deutschland kommt wieder mehr.“ Aktuell hat CeramDry Aufträge bis Mitte 2020 vorliegen, weitere große könnten demnächst dazukommen, hofft Straub.

Die Stärke seines Unternehmens sieht er auch in seiner überschaubaren Größe und der daraus resultierenden Flexibilität. Neun Mitarbeiter beschäftigt CeramDry derzeit, in absehbarer Zeit sollen weitere Kräfte im Bereich Elektronik und Konstruktion dazukommen. Am neuen Firmensitz im Krumbacher Norden werden alle Anlagen geplant und konstruiert, die Fertigung übernehmen regionale Handwerksbetriebe und die Montage erfolgt dann direkt beim Kunden – egal, wo auf der Welt der seinen Sitz hat.

Damit sich auch Interessierte aus Krumbach und der Region ein Bild von CeramDry machen können, plant das Unternehmen im Juni 2020 einen Tag der offenen Tür. Der Termin kommt nicht von ungefähr: CeramDry kann dann sein zehnjähriges Bestehen feiern. Die kontinuierlich positive Entwicklung der Firma ist neben dem selbst auferlegten Focus auf erneuerbare Energien übrigens einer der Gründe, warum die schwäbische Bezirksregierung für den Neubau und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen einen Zuschuss über 200.000 Euro gewährte. Denn, wie CeramDry beweist: Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein müssen längst kein Widerspruch mehr sein.

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