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Gute Büros haben Begegnungs- und Rückzugsorte

Bild:  Andrea Warnecke/dpa

Viele Büros sind rein funktional und nicht selten lieblos gestaltet. Oft fehlt der Pausenraum oder ein Rückzugort. Eine Kombination von mehreren Raumtypen kann eine gute Lösung sein.

Großraum oder Einzelzimmer? Lange Flure oder offene Wände? Eine überall passende Einrichtungsweise für Büros existiert nicht. Im Idealfall werden mehrere Arten von Arbeits- und Aufenthaltsräumen kombiniert, erklärt der Neurowissenschaftler Henning Beck in der Zeitschrift "Forschung & Lehre".

Nach Ansicht von Henning Beck müssen die Räume drei Funktionen erfüllen:

1. Begegnung: Wenn sich Kollegen mit unterschiedlichen Perspektiven treffen, entstehen im Gespräch oft gute Ideen. Gelegenheiten für solche Begegnungen zu schaffen ist daher wichtig - in Form offener Räume zum Beispiel, am besten über Etagengrenzen hinweg. Denkbar sind auch lange Tische in der Kantine, an denen Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen zwangsläufig nebeneinander landen.

2. Rückzug: Um etwas konzentriert aus- und abzuarbeiten, braucht es zugleich die Möglichkeit zum Rückzug. Je größer und offener die Arbeitsräume sind, desto eher sollte es auch Räume und andere Gelegenheiten zum ungestörten Knobeln geben.

3. Ablenkung: Die Bibliothek, eine Sitzecke mit Sofas oder auch die eine Cafeteria sind keine Orte zum Arbeiten. Ein Aufenthalt dort gibt Mitarbeitern aber die Chance, kurz abzuschalten - und so neue Kraft und vielleicht frische Ideen zu sammeln, erläutert Beck.

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