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Nördlinger Altstadthaus in neuem Glanz

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Historie und Moderne unter einem Dach

Erfolgreiche Denkmalsanierung des Altstadthauses in der Baldinger Straße 10 in Nördlingen durch die Taglieber Holzbau GmbH.
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Erfolgreiche Denkmalsanierung des Altstadthauses in der Baldinger Straße 10 in Nördlingen durch die Taglieber Holzbau GmbH.
Bild: Anton Färber

Die Taglieber Holzbau GmbH saniert erfolgreich das denkmalgeschützte Gebäude in der Baldinger Straße 10 – entstanden sind sechs Wohnungen und eine Gewerbefläche

Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes in der Baldinger Straße 10 in der beengten Nördlinger Altstadt war eine sehr besondere Aufgabe für die Taglieber Holzbau GmbH. Die Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes war sehr wichtig, damit sich das Haus weiterhin harmonisch in das Erscheinungsbild der Stadt einfügt und die Charakteristika für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben.

Das zu sanierende Gebäude ist ein „Reihenhaus“, an das direkt zwei weitere Häuser angrenzen. Vor dem Eingang der heutigen Gewerbeeinheit ist nur eine schmale Einbahnstraße. Um die Sanierung der historischen Fachwerkfassade und des Giebels durchzuführen, wurde ein Gerüst über die komplette Breite der Einbahnstraße errichtet.

Durch die Sanierung des Gebäudes, das auf das Jahr 1470 datiert wird, wurden in der Altstadt neue Wohn- und Gewerbeflächen geschaffen. Es entstanden sechs Mietwohnungen zwischen 65 und 120 Quadratmeter sowie die 112 Quadratmeter große Gewerbefläche, in die nun die Teppichmanufaktur Ziegler einzieht.

Über die Firma Taglieber Holzbau GmbH

Die Taglieber Holzbau aus Oettingen beschäftigt rund 180 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Bauens: von A wie Architekt bis Z wie Zimmerer sind alle Experten unter einem Dach. Mit über 85 Jahren Erfahrung im Holzbau ist Taglieber ein verlässlicher Partner für alle Fragen rund um´s Bauen, Sanieren und Wohnen mit Holz.

Sanierung erforderte besondere Ingenieurleistungen

Die Entwurfsplanung der umfangreichen Sanierung des Altstadthauses in der Baldinger Straße 10 in Nördlingen erfolgte durch die hauseigene Planungsabteilung der Taglieber Holzbau GmbH in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege.

Genehmigt und umgesetzt wurde die Denkmalsanierung wie folgt: Auf der Gebäuderückseite wurde der neuzeitliche Anbau an den historischen Bestand angeglichen, indem das Dach um 90 Grad gedreht und auf die gleiche Höhe des Hauptdaches angehoben wurde. Auf der Vorderseite des Gebäudes wurde der Fachwerkgiebel im Obergeschoss saniert und beschädigte Teile in Absprache mit dem Denkmalamt ergänzt oder ausgetauscht. Ab dem 1. Dachgeschoss musste der bestehende Fachwerkgiebel komplett erneuert werden.

Der neue Fachwerkgiebel wurde im Werk in Oettingen vorgefertigt, gestrichen, verputzt und originalgetreu nachempfunden. Der Transport und Einbau waren aufwendig: Vor Ort wurden die vier einzelnen Elemente mit Hilfe eines Krans auf der Gebäudevorderseite montiert. Für die Mitarbeiter von Taglieber ist die Vorfertigung in der warmen und trockenen Halle eine enorme Erleichterung, da die Arbeitszeit auf der witterungsabhängigen Baustelle deutlich reduziert werden kann. Auch die individuell geplanten „Taglieber-Holzhäuser“, Gewerbeobjekte oder Elemente für die Dach- und Fassadensanierung bestehender Gebäude werden im Werk vorgefertigt. Bevor der Bau des neuen Giebels starten konnte, wurde ein Muster für die Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege angefertigt. Nach dessen Genehmigung wurden innerhalb von vier Wochen die einzelnen Giebelelemente produziert. Dabei wurde die „Schiefe“ des bestehenden Gebäudes, der Wände und Fenster mit Hilfe eines verformungsgerechten Aufmaßes auch im neuen Giebel umgesetzt. Neue Holzfenster aus Eiche sowie neue, wiederum vorfertigte und verputzte Gauben, sorgen für mehr Tageslicht im Inneren.

Historische Elemente wurden restauriert und erhalten

Ein umfangreiches denkmalpflegerisches Maßnahmenkonzept wurde gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Denkmalbeauftragten der Stadt erstellt, um aufzuzeigen, welche historischen Elemente auf welche Weise erhalten bleiben sollen. Eine dendrologische Untersuchung zur Baualtersbestimmung ergab, dass das bauzeitliche Konstruktionsprinzip/Dachwerk auf Winter 1471/72 datiert wird. Das verformungsgerechte digitale Aufmaß erfasst das Gebäude zeichnerisch inklusive Darstellung der baualterlichen Teile. Vor Beginn der Baumaßnahme hat das Archäologiebüro Dr. Woidich eine denkmalpflegerische Sicherung des Gebäudes durchgeführt.

Im Erdgeschoss wurde der Ziegelestrich erhalten und unter einer Bodenplatte konserviert. Schnitzereien an der Fassade wurden fachgerecht gereinigt, restauriert und konserviert. Die Bohlenbalkendecke im Erdgeschoss wurde freigelegt und bleibt in Zukunft sichtbar, ebenso wie die Brettleisten-Decke und Bohlenwand im 1. Obergeschoss. Die historischen Fachwerkwände wurden alle erhalten. Die historischen Gefache der Fachwerkwände, die erhalten blieben, wurden wieder mit Lehmputz verputzt und mit Bister gestrichen. Der Dachstuhl wurde komplett erhalten, konserviert und gedämmt. Die Decke im Dachgeschoss 3 wurde mit Aufdoppelungen erhöht, damit der Raum optisch höher ist. Die alten Balken wurden erhalten. Die historische Hauseingangstüre wurde restauriert und wieder eingebaut, die Türen im Dachgeschoss wurden samt der bauzeitlichen Schwellen unter den Türen ebenfalls erhalten. Die alte Blockstufentreppe wurde saniert und wieder eingebaut mit besonderem Augenmerk auf das Baluster Geländer.

Bei der Sanierung des Dachstuhls zeigte sich, dass die Giebelschwelle erneuert werden musste. Die Profilierung wurde nach historischem Vorbild gefertigt. Es wurden Träger zur Verstärkung eingebaut. Weiterhin waren bei vielen Sparren die Fußpunkte nicht mehr intakt. Sie wurden vom Restaurator ergänzt und mit Eichennägeln verbunden. Auch die Reparaturarbeiten an Pfetten und Streben wurden fachgerecht ausgeführt und mit Eichendübeln verbunden. pm

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