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Kartellamt stoppt Plan für Fünf-Euro-Automatengebühr

Bild: DPA

Berlin/Bonn (dpa) - Wer am Automaten fremder Banken Geld abhebt, muss sich noch gedulden, bis die Gebühren sinken. Das Kartellamt sagte erstmal Nein zu den Plänen für eine Obergrenze von fünf Euro - zu hoch.

Diese Maximalgebühr habe weiter "eine beachtliche Höhe", teilte die Bonner Behörde am Mittwoch (8. Juli) mit. Zudem gebe es kaum Anreize für Automatenbetreiber, Preise unter diesem Höchstentgelt zu verlangen. Das Bundesverbraucherministerium forderte ein rasches neues Konzept.

Für Kunden, die nicht bei der Hausbank oder einer Partnerbank abheben, kostet eine Transaktion nach Angaben der Verbraucherzentralen bisher durchschnittlich sieben Euro. Die Branche hatte vorgeschlagen, dass die Deckelung von fünf Euro vorerst für eineinhalb Jahre gelten soll. Grundsätzlich sollen die bisherigen Interbankenentgelte zwischen den Instituten abgeschafft und durch ein "direktes Kundenentgelt" abgelöst werden. Dabei bekommt der Kunde die Gebühr vor der Auszahlung auf dem Bildschirm zu sehen, so dass er den Vorgang noch abbrechen kann.

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hält das Kartellamt in einem Brief an die deutschen Bankenverbände eine Gebühr von 30 Cent bis 1,00 Euro für realistisch. Dies sei die Spanne der Kosten, die sich Kreditinstitute eines Automatenverbunds gegenseitig für Abhebungen in Rechnung stellten, heiße es in dem der Zeitung vorliegenden Schreiben. Für die technische Abwicklung fallen nach Branchenangaben nur 63 Cent an.

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