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Konfliktbelastete Kommunikation

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind Opfer von Mobbing und verursachen da durch rund 51 Milliarden Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft allein durch den Arbeitsausfall.

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind Opfer von Mobbing und verursachen dadurch rund 51 Milliarden Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft allein durch den Arbeitsausfall (bedingt durch Fehlzeiten und Minderleistung der "Gemobbten").

Mobbing ist was anderes als die alltäglichen Konflikte und Streitereien und war schon immer ein Problem in der Arbeitswelt. Mit der zunehmenden Verschärfung von Leistungsdruck und Konkurrenz im Betrieb ist dieses Thema gerade in unserer heutigen Zeit besonders aktuell geworden.

Der Begriff "Mobbing" wird vom Englischen "to mob" (anpöbeln, zusammenrotten) abgeleitet und bezeichnet zahlreiche Möglichkeiten kränkender, ausgrenzender Verhaltensweisen gegenüber den Mitarbeitern oder Vorgesetzten. Jedoch nicht jeder Konflikt oder jede aggressive Einzelhandlung am Arbeitsplatz ist bereits Mobbing - auch wenn sie für den Betroffenen belastend ist. Wenn Menschen miteinander zu tun haben, sind Konflikte in der Regel unvermeidbar. Ob diese zu Problemen werden, hängt auch in Ihrem Betrieb davon ab, ob und wie mit Konflikten umgegangen wird. Alltägliche Aggressionen zwischen Mitarbeitern können sich zum Mobbing entwickeln, wenn der Konflikt über einen längeren Zeitraum ungelöst bleibt.

Unter "Mobbing" ist die konfliktbelastete Kommunikation unter Kollegen (oder Vorgesetzten und Mitarbeitern) zu verstehen, bei der die "angegriffene Person" unterlegen ist und von einer oder mehreren anderen Personen über einen längeren Zeitraum systematisch und regelmäßig direkt oder indirekt angegriffen wird.

Ziel ist es dabei, die betroffene Person aus dem Umfeld auszustoßen. Das Mobbingopfer fühlt sich diskriminiert und erleidet extremen psychosozialen Stress.

Für den Mitarbeiter selbst typische Folgen von Mobbing sind:

anhaltender Stress, Konzentrationsstörungen

Psychosomatische Erkrankungen

Psychische Störungen

Suchtmittelkonsum

Selbstisolation,

im Extremfall auch Arbeitsunfähigkeit und Suizidgedanken.

Sich daraus ergebende Folgen für das Unternehmen sind neben der Verschlechterung des Betriebsklimas und erhöhten Fehlzeiten der Betroffenen eine erhöhte Fluktuation des Personals, geringere Produktivität und abnehmende Initiative hin bis zur inneren Kündigung betroffener Kollegen.

Bekannt geworden ist das Thema in Deutschland Anfang der 90-iger Jahre, als sich eine 21-jährige Münchener Polizistin auf dem Weg zur Arbeit mit ihrer Dienstwaffe erschoss. Grund: wiederholtes und systematisches Mobbing an ihrem Arbeitsplatz.

Statt Verheimlichung und Tabuisierung sollte diese bedrohliche Situation aktiv angegangen werden. Mobbing ist in einer partnerschaftlich ausgerichteten Unternehmenskultur vermeidbar. Wird Wert auf Kooperation und mitarbeiterorientiertem Führungsstil gelegt, ist Mobbing relativ unwahrscheinlich. Sagen Sie dem Mobbing in Ihrem Betrieb den Kampf an und dulden Sie auf keinen Fall entsprechende Verhaltensweisen der Mitarbeiter. Häufig wird Mobbing durch "Wegschauen" und Dulden der Situation durch alle direkt oder indirekt Betroffenen unterstützt.

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