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Mit dem Rucksack Karriere machen

Rucksackreisende sind heute oftmals keine sinnsuchenden Aussteiger mehr. "Solche Touren sind sogar oft die Eintrittskarte in die Berufswelt", sagt die Kulturanthropologin Jana Binder aus München.

Viele Personalverantwortliche setzen voraus, dass Bewerber solche Erfahrungen mitbringen und zum Beispiel schon einmal über den Tellerrand des eigenen Kulturkreises geschaut haben. Stellensuchende, die im Lebenslauf eine längere Rucksackreise erwähnen, könnten damit durchaus Sympathiepunkte sammeln. Das gelte vor allem bei Vorgesetzten, die selbst als "Backpacker" unterwegs waren, sagt Binder, die ihre Promotion über Rucksackreisende geschrieben hat.

Für manche Rucksackreisende seien solche Touren ein Teil einer Qualifizierungsstrategie, sagte Binder: "Das hat manchmal durchaus ein karrieristisches Moment." Weil die Berufseinstiegsphase flexibler geworden ist, ließen sich auch längere Rucksackreisen leichter realisieren als früher: "Außerdem ist man nicht mehr völlig aus der Welt. Man kann problemlos E-Mails verschicken." Auf diese Weise sei es nicht nur vergleichsweise bequem und unkompliziert, mit Bekannten und Verwandten zu Hause Kontakt zu halten. "Man kann sich beispielsweise auch von unterwegs bewerben."

In der Regel starten Backpacker nicht ohne Planungen für die Zeit nach der Reise. "Meistens ist schon organisiert, was dann kommen soll." Klassisch sei nach wie vor, längere Rucksackreisen zwischen Schule und Studium oder in den Semesterferien zu planen. Die große Mehrzahl der Backpacker hat das Abitur. "Sie sind eindeutig Teil der Eliten", sagt Binder. tmn

Über den Tod hinausgehende Vollmachten sollte im Zweifelsfall am besten immer vom Notar beglaubigt werden.
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