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Internetrecht: Anwalt oder Algorithmus

Bei der Rechtsberatung kann man sich häufig nicht auf das Internet verlassen.
Foto: fotomek, stock.adobe.com
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Schnell im Internet geschaut, was Recht und Unrecht ist? Ganz so einfach ist es leider nicht immer und warum der Gang zum Rechtsanwalt häufig lohnenswerter ist.

Online-Portale für Mietrecht versprechen Mietern, einfach und günstig gegen überhöhte Mieten vorzugehen. Doch jeder Fall ist anders – und anwaltliche Beratung oft die bessere Wahl als automatisierte Antworten. Das gilt insbesondere im Mietrecht, wo es schnell um Existenzfragen gehen kann.

Wer sich an ein Online-Mietrechtsportal wendet, muss dort Daten zu seiner Wohnung eingeben und seinen Mietvertrag hochladen. Dann prüfen Algorithmen auf Basis großer Datenmengen, ob die Miete rechnerisch angemessen ist. Geht es um eine Mieterhöhung, prüft das Portal auch, ob das Schreiben formal in Ordnung ist. Dann zeigt es an, ob die Mieter zu viel Miete zahlen oder zahlen sollen. Ist das der Fall, können sie das Portal beauftragen, ihre Ansprüche vor Gericht oder außergerichtlich durchzusetzen.

Den Überblick behalten

Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher von anwaltauskunft.de, warnt: „Datenbanken und Tabellen alleine reichen oft nicht aus, um zu klären, ob man im Recht ist oder nicht.“ Das gelte für Mieterhöhungen und Mietminderungen ebenso wie für andere mietrechtliche Fragen. Diese Tabellen bilden Einzelfallentscheidungen ab und sind deshalb kaum mit anderen Sachverhalten vergleichbar. Die Mietpreisbremse ist zudem nicht überall wirksam. Die zulässige Miete lässt sich dann nicht mehr mit einer einfachen Rechenaufgabe ermitteln. Den Überblick über die Rechtsprechung vor Ort haben dort ansässige Rechtsanwälte.

„Im Mietrecht geht es häufig auch um existenzielle Fragen, etwa wenn der Mieter eine Räumungsklage auf dem Tisch hat“, erklärt Rechtsanwalt Walentowski. Die Mandanten brauchten dann oft mehr als eine reine rechtliche Beratung. Anwälte beraten ihre Mandanten individuell. Und zwar sowohl zu Mieterhöhungen als auch zu allen anderen Aspekten des Mietrechts.

Mandanten sollten sich auch über die Kosten informieren, bevor sie sich an ein Rechtsportal wenden. Denn hier wird im Erfolgsfall eine Provision fällig. Bei einer unzulässigen Mieterhöhung kann sie das Vierfache der eingesparten Differenz betragen. Wer sich an einen Rechtsanwalt für Mietrecht wendet, muss im Erfolgsfall hingegen gar nichts zahlen. Das Honorar und die Gerichtskosten übernimmt die gegnerische Partei. Hat der Mandant eine Rechtsschutzversicherung, trägt sie die Kosten meist auch, wenn man den Prozess verliert.                                                                         DAV

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