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Stress am Morgen
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Negative Pendel-Effekte lassen sich abfedern

Wer schon gestresst bei der Arbeit ankommt, hat oft keinen guten Arbeitstag.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wer lange im Homeoffice gearbeitet hat, hat vielleicht schon verdrängt, wie stressig Pendeln eigentlich ist. Es kann sich sogar auf die Produktivität auswirken. Dem lässt sich aber vorbeugen.

Die Zeit, in der wieder mehr Beschäftigte den täglichen Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen, rückt näher. Das bringt nach der coronabedingten Zeit im Homeoffice den Pendelstress zurück. Und der kann negative Folgen für den Arbeitstag haben, wie Prof. Fabiola Gerpott, Inhaberin des Lehrstuhls für Personalführung an der WHU Otto Beisheim School of Management, erklärt.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie fragte sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen Beschäftigte nach ihren Pendel- und Arbeitserfahrungen. Das Team fand dabei heraus, dass sich die morgendlichen Erlebnisse beim Pendeln negativ auf die Produktivität sowie die Motivation der Mitarbeitenden auswirken, und auch den Arbeitsfluss hemmen können.

Der Professorin zufolge gibt es aber Strategien, mithilfe derer sich diese negativen Effekte abfedern lassen. Wer als Pendler schon morgens gestresst am Arbeitsplatz ankommt, dem kann eine kurze Unterhaltung mit Kolleginnen und Kollegen oder eine kleine Achtsamkeitsübung helfen, wie die Expertin in einem Blogbeitrag auf der Webseite der Hochschule erklärt.

Fabiola Gerpott rät außerdem dazu, die Arbeit so zu strukturieren, dass verbrauchte Energie wieder aufgefüllt wird. Es helfe etwa, mit einer Aufgabe zu beginnen, die zu schnellem Erfolg führen. Monotone Aufgaben sollten sich dem Beitrag zufolge außerdem mit herausfordernden abwechseln. Vor Beginn einer Aufgabe gilt es angemessene Fristen zu setzen.

Auch Unternehmen können Unterstützung bieten, schreibt die Expertin weiter. Etwa, indem sie flexible Arbeitszeiten oder vermehrt Homeoffice ermöglichen, und ihren Beschäftigten so das Pendeln zu Stoßzeiten ersparen. Außerdem können Organisationen darauf achten, wie Abläufe strukturiert werden. Idealerweise werden Mitarbeitende dadurch nicht ständig in ihrem Arbeitsfluss unterbrochen.

© dpa-infocom, dpa:210602-99-835866/2 (dpa)

Link zum Paper (DOI: 10.1037/apl0000899)

Blog-Eintrag der WHU

Profil Prof. Dr. Fabiola Gerpott

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