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Weniger Geld vom Ex

Weniger Geld vom Ex Das neue Unterhaltsrecht - geschiedene Frauen als Verliererinnen Seit dem 1. Januar 2008 müssen Väter und auch Mütter durch die Reform des Unterhalts rechts nach der Scheidung ihre Finanzen häufig neu ordnen. ...

Seit dem 1. Januar 2008 müssen Väter und auch Mütter durch die Reform des Unterhaltsrechts nach der Scheidung ihre Finanzen häufig neu ordnen. Insbesondere geschiedene Ehefrauen werden sich verstärkt um eine Berufstätigkeit bemühen müssen.

Anstoß für die Reform war die Tatsache, dass die Scheidungsraten nach wie vor steigen und damit auch die Zahl der so genannten "Patchworkfamilien", für die die bisherigen Regeln aufgrund ihrer Ausrichtung auf den traditionellen Familienbegriff nicht mehr angemessen waren. Daher sollte durch die Reform insbesondere dem Kindesunterhalt Vorrang gegeben, die "naheheliche" Verantwortung der Ehepartner gestärkt und das Unterhaltsrecht allgemein vereinfacht werden.

"Die neuen Vorschriften räumen minderjährigen Kindern bei der Verteilung des Kuchens (das ist in der Regel das Einkommen des Vaters) den absoluten Vorrang ein, sie werden auch im Verhältnis zu den betreuenden Müttern besser gestellt", erklärt Angela Schaake-Höfner, Fachanwältin für Familienrecht. Sollte daher das zu verteilende Einkommen nur für den Unterhalt der Kinder ausreichen, geht die Ex-Ehefrau leer aus.

Mehr Eigenverantwortung

Vorrang haben nach den neuen Regelungen immer minderjährige Kinder, auch für den Fall, dass diese aus der neuen Beziehung des Unterhaltspflichtigen stammen. Geschiedenen Frauen wird vom Gesetzgeber mehr Eigenverantwortung aufgebürdet, sie sind trotz der nach wie vor notwendigen Kindesbetreuung gezwungen, früher wieder arbeiten zu gehen, in der Regel bereits ab dem dritten Lebensjahr des Kindes.

Damit erhalten zwar zukünftig auch Zweit-Ehen und Patchworkfamilien eine finanzielle Chance und müssen nicht, wie bisher in vielen Fällen, an der finanziellen Hypothek der ersten Ehe scheitern. Auf der anderen Seite wird jedoch der Unterhalt für geschiedene Frauen teilweise stark eingeschränkt und diese zur Arbeitsaufnahme gezwungen. Besonders brisant werden die geschilderten Neuregelungen auch dadurch, dass diese nicht nur für Scheidungen nach dem 1. Januar 2008 gelten, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch für bereits Geschiedene gelten können. Dies kann zu erheblichen Konsequenzen für geschiedene Frauen führen, wenn ihr Expartner auf Änderung des Unterhalts klagen sollte. pm

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