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Zukunft des Handwerks
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HWK-Hauptgeschäfsführer: "Das Handwerk ist der Schlüssel"

Handwerksbetriebe gestalten Wandel – und das schon seit Generationen. Damit das auch zukünftig funktioniert, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen und Vorgaben seitens der Politik.
Foto: Foto: Kzenon, stock.adobe.com

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben, spricht im Interview über die Stärken der Mitgliedsbetriebe – aber auch darüber, was er von der Politik einfordert.

Herr Wagner, Handwerker sind Macher. Welche Rolle spielt das Handwerk aus Ihrer Sicht für die Region?

Ulrich Wagner: Das schwäbische Handwerk ist ein Garant für Stabilität. Unsere circa 31.000 Betriebe mit insgesamt etwa 147.000 Beschäftigten sind stark verwurzelt in der Region und sind damit strukturell und konjunkturell ein wichtiger Faktor, gestalten Wandel und sorgen für Zukunftsfähigkeit.

In welchen Bereichen spüren wir das konkret?

Wagner: Maurer-, Zimmerer- oder Dachdecker-Betriebe bauen den Wohnraum, der gerade dringend benötigt wird. Die Energiewende funktioniert nicht ohne das Handwerk. Bäckereien und Metzgereien garantieren die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Lebensmittelbereich. Kraftfahrzeugtechniker und Zweiradmechanikerinnen halten die Menschen mobil. Eine Hochzeit wäre ohne Friseurinnen, Konditoren und Fotografinnen undenkbar. Und auch die Industrie hätte ohne die zahlreichen flexiblen Handwerksfirmen, die unter anderem als wertvolle Zulieferer und Dienstleister maßgeschneiderte Lösungen anbieten, ein gewaltiges Problem.

Ulrich Wagner: "Das Handwerk ist der Nukleus für Innovation und Fortschritt"

Unsere Handwerksbetriebe glänzen – beispielsweise im Maschinenbau – mit großartigem Erfindergeist und innovativen Produkten. Häufig kommen Innovationen nämlich nicht aus der Industrie, sondern von kreativen und findigen Machern aus dem Handwerk. Das Handwerk ist gewissermaßen der Nukleus für Innovation und Fortschritt. Auch in Sachen Nachhaltigkeit.

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Können Sie hier Beispiele nennen?

Wagner: Die Firma Quantron aus Gersthofen, die sich mit Wasserstofftechnologie für Kraftfahrzeuge beschäftigt, sorgt mit für die Mobilität von morgen. Oder das Bauunternehmen Baufritz aus Erkheim im Unterallgäu, das mit nachhaltigem Bauen und intelligenten Lösungen, unter anderem bei der Nachverdichtung von Wohnraum, brilliert und jüngst mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Diese Unternehmen haben wie viele große Firmen ihre Wurzeln im Handwerk. Zudem bildet das Handwerk kompetent und konsequent aus und sorgt damit maßgeblich für den dringend benötigten Nachschub an Fachkräften, wovon auch viele andere Wirtschaftsbereiche profitieren. Nicht zuletzt dieser Punkt macht das Handwerk für die gesamte Gesellschaft besonders wichtig und relevant.

Energiekrise, Inflation, Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt – all diese Themen machen auch dem Handwerk zu schaffen. Was ist nötig, um die Krisenstimmung abzuwehren und was stimmt Sie positiv für die Zukunft?

Wagner: Das Handwerk in Schwaben ist sehr gut aufgestellt mit kreativen Unternehmen und hervorragend ausgebildeten Fachkräften und dem eben schon erwähnten Innovationsgeist. Unsere Unternehmen stellen nicht einfach nur ein Produkt her und gehen dann insolvent, wenn dieses Produkt nicht mehr nachgefragt wird. Sie stellen individuelle Produkte her, sind absolut flexibel, reagieren schnell auf veränderte Situationen und erschließen sich in kürzester Zeit neue Märkte.

Das schwäbische Handwerk hat bis jetzt noch jede Krise gemeistert

Das ist der Hauptgrund, warum ich auch in der derzeitigen Situation optimistisch gestimmt bin. Der Optimismus kommt auch aus meiner Erfahrung. Krisen gab es schon immer und das schwäbische Handwerk hat bisher noch jede Krise gemeistert. Allerdings verschwinden die Wolken nicht von allein. Dafür haben sich in jeder Krise in der Vergangenheit die Firmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schon richtig ins Zeug legen müssen. Und es brauchte auch immer die richtigen politischen Entscheidungen. Damit sind wir an dem Punkt, an dem es gerade richtig hakt.

Was meinen Sie damit?

Wagner: Die ganze Wirtschaft und insbesondere unsere Handwerksunternehmen brauchen einen verlässlichen politischen Rahmen, brauchen Entscheidungen, auf die sie sich verlassen können. Leider ist diese Verlässlichkeit in letzter Zeit nicht mehr gegeben.

An was denken Sie hier?

Wagner: Das Wirrwarr mit dem Heizungsgesetz ist ein besonders schlechtes Beispiel, auch wenn das Gesetz zwischenzeitlich, auch durch unser Einwirken, entschärft wurde. Das Durcheinander, das bei Bekanntwerden des Entwurfs entstanden ist, hat in vielerlei Hinsicht geschadet. Es hat den Hausbesitzern geschadet, es hat unseren Handwerksbetrieben im Heizungs- und Sanitärbereich geschadet und es hat durch diese Gemengelage letztlich auch der Klimawende an sich geschadet.

Ulrich Wagner ist Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben.
Foto: HWK Schwaben

Was hätte man von Seiten der Politik hier besser machen müssen?

Wagner: So weitreichende Entscheidungen kann und darf man nicht von einem Tag auf den anderen treffen, auch wenn noch so hehre Ziele dahinterstehen. Man muss die Bürgerinnen und Bürger und vor allem eben die Firmen mitnehmen auf die Reise und allen Beteiligten vernünftige Zeiträume für die Umsetzung lassen. Und es darf kein ständiges Hin und Her geben. Ständig veränderte Rahmenbedingungen machen es immer schwieriger, Geschäftsmodelle in die Märkte zu bringen und dauerhaft Erfolg zu haben.

Wo sehen Sie die Politik sonst noch in der Pflicht?

Wagner: Ein weiterer, enorm wichtiger Punkt ist die Bürokratie. Für unsere Handwerksbetriebe sind die ganzen Anforderungen und Vorschriften schier nicht mehr leistbar. Vor allem, weil zu der bisher schon ausufernden Bürokratie immer neue Regelungen und Gesetze dazu kommen. Das betrifft zum Beispiel den Baubereich mit immer mehr Auflagen. Oder nehmen wir das Lieferkettengesetz. Kleine und mittlere Firmen sollten ja eigentlich ausgenommen sein von den Nachweispflichten.

HWK-Präsident: "Bürokratie bringt Handwerksfirmen ans Limit"

Und was passiert? Größere Firmen reichen die Nachweispflichten bei Aufträgen an Handwerksfirmen einfach durch. Wie soll denn bitte ein Handwerksbetrieb nachvollziehen können, ob die Schraube, die er verbaut hat, ökologisch und sozial gerecht hergestellt wurde? Der Aufwand dafür stünde in keinem Verhältnis. Und dann müssen Handwerksfirmen am Ende noch fürchten, dass sie deswegen bei der Auftragsvergabe leer ausgehen. Oder wegen negativer Bewertungen keine Kredite mehr erhalten. Mittlerweile ist das nicht mehr leistbar, es geht an die Substanz.

Richten wir den Blick nach vorne: Das Handwerk steht für Tradition, entwickelt sich aber stetig weiter, was vielleicht nicht überall gesehen wird. Können Sie hier Beispiele nennen, die die Fortschrittlichkeit Ihrer Betriebe und Berufsbilder untermauern?

Wagner: Ob künstliche Intelligenz, Robotik oder Drohnentechnik – das alles kommt im Handwerk bereits zum Einsatz. Dachdeckerbetriebe untersuchen Dächer mit Drohnen, was nicht nur die Arbeit erleichtert, sondern auch für mehr Sicherheit sorgt. Maschinenbau-Unternehmen nutzen Roboter, um ihre Mitarbeiter zu entlasten. Bäckereibetriebe nutzen künstliche Intelligenz, um beispielsweise anhand von Wetterdaten besser abschätzen zu können, von welcher Sorte in ihrem Angebot wie viel produziert werden soll. Auch der 3D-Druck hält immer mehr Einzug in den Baubereich. Damit lassen sich beispielsweise komplexere Formen, die mit Schalungssystem nicht umsetzbar sind, realisieren und diese Technik wird künftig auch ein wichtiger Faktor beim seriellen und modularen Bauen sein. Am neuen Technologietransferzentrum für den Massiv- und Holzbau der Technischen Hochschule Augsburg in Aichach wird zu solchen Themen in Kooperation mit Handwerksunternehmen geforscht werden.

Handwerksbetriebe können mit Hilfe von Drohnen den Zustand von Dächern inspizieren.
Foto: Foto: Andy Dean, stock.adobe.com

Aber die Zukunft besteht nicht immer nur aus Hightech, oder?

Wagner: Absolut. In einer immer älter werdenden Gesellschaft spielt beispielsweise das Thema Barrierefreiheit eine wichtige Rolle, vor allem beim Wohnen. Augenoptiker, Zahntechniker, Orthopädieschuhmacher, alle Handwerksberufe im Gesundheitsbereich werden künftig immer wichtiger. Auch die Versorgung vor Ort mit dem täglichen Bedarf wird wieder mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Wer wird das leisten? Die Discounter oder Google und andere Konzerne sicher nicht. Das Handwerk ist auch dazu der Schlüssel.

Dieser Artikel stammt aus einer Sonderbeilage der Augsburger Allgemeinen. Weitere spannende Themen finden Sie in unserem Magazin „Made in Bayerisch-Schwaben“.

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