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Wandern auf den Buchenberg im Ostallgäu: Atemberaubende Aussicht

Wanderung im Ostallgäu: Die Aussicht vom Buchenberg entschädigt für einen anstrengenden Aufstieg beim Wandern. Links unten ist der Bannwaldsee zu sehen, darüber liegt der Forggensee.
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Wanderung im Ostallgäu: Die Aussicht vom Buchenberg entschädigt für einen anstrengenden Aufstieg beim Wandern. Links unten ist der Bannwaldsee zu sehen, darüber liegt der Forggensee.
Foto: Katharina Müller

Nicht ganz ohne ist beim Wandern der Aufstieg über den Bachweg hinauf zum Gipfel des Buchenbergs in Halblech im Ostallgäu. Für die Anstrengung der Wanderung wird man allerdings auf dem Gipfel entschädigt.

Nicht nur Schmetterlinge und Vögel flattern Wanderern bei einer Tour auf den Buchenberg um den Kopf. Während des Aufstiegs kann man durch die Bäume immer wieder bunte Gleitschirmflieger sehen, die vom Gipfel in etwa 1140 Metern Höhe aus starten. Während die Flieger mit ihren großen Rucksäcken meist in der Sesselbahn Platz nehmen, möchte ich den Berg zu Fuß erklimmen.

Wandern auf dem Bachweg

Ein hilfsbereiter Mann weißt an der Talstation auf gelbe Schilder hin, die unterschiedliche Routen anzeigen. Ich entscheide mich für den Bachweg und wundere mich, dass er über die Zufahrt eines Hauses zunächst in ein Wohngebiet des Halblecher Ortsteils Buching führt. Doch als mir eine junge Frau zuwinkt und nett grüßt, bin ich zuversichtlich, dass der Weg richtig ist und finde bald das nächste gelbe Hinweisschild. Ein ruhiges Plätschern kündigt da von Weitem auch schon den Bach an, der dem Weg wohl seinen Namen gegeben hat. Er soll mich fast bis zum Gipfel begleiten. Angenehm kühl wird es, als der Weg in den Wald abzweigt, wo mir Wanderer mit Walkingstöcken begegnen. Ob der Aufstieg anstrengend ist, frage ich sie, und bekomme zur Antwort: „Also ins Schwitzen kommt man schon.“ Und die beiden behalten recht. Denn der Pfad – gesäumt von Wurzeln und Stolperfallen – ist nicht ganz ohne.

Auf der Wanderung zum Buchenberg ist das Glück mit dabei

Doch der schöne Anblick des Bachs, der sich in Stufen von oben einen Weg durch den Wald gebahnt hat, lenkt mich von der Anstrengung ab. Außerdem laden Bänke in regelmäßigen Abständen zum Ausruhen ein und an einigen Stellen könnte man an heißen Tagen die Füße auch mal in den kalten Bach hängen. Unter einer Brücke haben Wanderer Steine zu kleinen Türmchen aufgestapelt. Ich lege einen weiteren kleinen Stein dazu, da solche „Steinmännchen“ Glück bringen und Wanderer auf ihrem Weg schützen sollen. Wieder zu Atem gekommen, nehme ich die letzten Meter des Aufstiegs in Angriff und halte auf halber Strecke noch einmal inne, als mich der Weg aus dem Wald hinausführt. Von dort bietet sich ein toller Blick ins Tal. 

Ziel der Wandertour ist der Buchenberg - mit toller Aussicht

Nicht zu vergleichen allerdings mit dem Ausblick, der mich am Gipfelkreuz des Buchenbergs erwartet. Die Sicht reicht weit über den Forggensee hinaus. Besonders interessant ist, neben der schönen Aussicht Gleitschirmflieger beim Start zu beobachten und zu sehen, wie sie am Horizont immer kleiner werden. Mit Kaffee und Kuchen, Bier und Weißwurst oder einer Portion Kaiserschmarrn kann man es sich außerdem im großzügigen Außenbereich der Buchenbergalm gemütlich machen und dort einige Stunden verbringen. Für Kinder gibt es einen Spielplatz und als besondere Attraktion können zottelige Walliser Ziegen in einem Gehege beobachtet werden. Die kleine Erika erklärt mir, dass man ruhig die Hand auf den Zaun legen kann und keine Angst vor den Tieren mit den großen Hörnern haben muss. Sie ist mit ihren Großeltern in der Sesselbahn hochgefahren und auch ich bin versucht, den Rückweg in den bequemen Doppelsitzern anzutreten. Doch der Kulturenweg – er ist ebenso wie der Bachweg sehr übersichtlich mit gelben Schildern ausgewiesen – bringt mich ohne große Anstrengung durch den Wald und über satte Wiesen zurück ins Tal.

Wen allerdings Knieprobleme plagen, der sollte den etwas steiler verlaufenden Abstieg meiden und eher ein Ticket für die Sesselbahn lösen.