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Wandern auf den Steineberg und das Bärenköpfle: Abseits von Lärm und Hektik

Wandern auf den Steineberg und das Bärenköpfle: Der Steineberg bei Immenstadt begeistert beim Wandern durch wunderschöne Natur und bei 1683 Metern Höhe auch durch ein grandioses Panorama.
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Wandern auf den Steineberg und das Bärenköpfle: Der Steineberg bei Immenstadt begeistert beim Wandern durch wunderschöne Natur und bei 1683 Metern Höhe auch durch ein grandioses Panorama.
Foto: Ulrich Weigel

Eine Bergtour auf den Steineberg und das Bärenköpfle bietet neben schönen Ausblicken beim Wandern und einer steilen Leiter auch Eindrücke vom Naturpark Nagelfluhkette. Machen Sie eine Wanderung durch die Alpwirtschaft im Oberallgäu.

Natur pur, abseits von Lärm und hektischem Treiben – um dem Alltag zu entfliehen, gibt es wohl kaum etwas Besseres als eine Tour in den Allgäuer Alpen. Und dann auch noch auf den Spuren der Braunbären, denn diese Tour führt mit aufs Bärenköpfle, wo anno 1746 einer der letzten Braunbären im Immenstädter Raum geschossen wurde. Das bietet dem Geschichtenerzähler tolle Möglichkeiten, Kindern unterwegs Spannendes über die in Deutschland ausgerotteten Tiere zu erzählen. Wenn denn die Luft dazu bleibt. Denn die Bergluft ist zwar gut und voller feiner Gerüche, aber bei zeitweise ordentlichen Steigungen gerät mancher schon mal ins Schnaufen. Deshalb: Bärengeschichten besser für den Abstieg vom Steineberg zum Bärenköpfle aufheben.

Wanderung über den Höhenpanoramaweg

Mit moderatem Anstieg geht die Tour von Gunzesried-Reute aus los. Dort bieten sich schon vom „Höhenpanoramaweg“ aus schöne Blicke auf die Alpen- und Voralpenlandschaft. Rechter Hand steht ein Wegmarterl, das wie so oft einen anderen Eindruck vom Leben in der letztlich rauen Berglandschaft gibt: Das Marterl erinnert an eine Frau, die 1954 „von einer Lawine in ihrem Haus tödlich überrascht“ wurde.

Das Besondere an dem Aufstieg von Reute aus: Da sind meist wenig Menschen unterwegs. Die Begegnungen dort lassen sich an diesem Tag an einer Hand abzählen. Mit jedem Schritt wird es ruhiger. Nur noch das Zirpen der Grashüpfer aus den Bergwiesen ist zu hören. In Waldnähe kommt Vogelgezwitscher dazu. Idyllische Ruhe macht den Kopf frei, lässt die Gedanken schweifen und die Augen bei toller Aussicht in die Ferne blicken.

Auf der Wandertour zum Steineberg und Bärenköpfle wird auf der Alpe Vorderkrumbach eine Rast eingelegt

Befestigte und unbefestigte Wege, Schotter und Waldboden wechseln sich ab. Findlingsbrocken aus Nagelfluhstein zieren die Landschaft. Die Alpe Vorderkrumbach ist erreicht. Vielleicht der richtige Moment für eine kurze Rast. Spätestens, wenn der Verbindungsweg Mittag-Steineberg erreicht ist, tummeln sich weit mehr Menschen auf der Strecke. Der recht steile Anstieg zum Steineberg durch den Wald ist erfrischend kühl; warm wird es manchem dennoch. Atemberaubend, wenn sich dann weiter oben der Blick auf das 1683 Meter hoch gelegene Etappenziel öffnet.

Ob mit der Leiter auf den Steineberg-Gipfel oder auf die 500 Meter lange Umgehung ist nicht entscheidend. Es zählt nur eines: Wenn gleich das Gipfelkreuz erreicht ist, eröffnet sich ein wunderschöner Rundblick. Auch eine unscheinbare Kuppe, das Bärenköpfle, ist zu sehen. Dorthin geht es ein Stück auf dem selben Weg zurück. Das nun angepeilte große Kreuz inmitten eines Nagelfluhhaufens markiert aber nur die Bären-Gedenkstätte. Wer bei der Tour einen zweiten Gipfel „mitnehmen“ will, muss sich noch auf die südliche Geländekuppe begeben. Die 1476 Meter sind ohne große Anstrengung erreicht. Und dann geht es eh nur noch bergab: zurück am Bärenkreuz vorbei zur Alpe Oberberg und weiter ins Tal.

Beim Wandern stärkt die Brotzeit

Wie bei allen Bergtouren gilt: Auf den Wegen bleiben, denn abseits kann es gefährlich sein. Gut beraten ist, wer sich für eine Tour dieser Länge Getränke und eine kleine Brotzeit einpackt. Denn selbst, wenn man in einer oder beiden Alpen einkehren will: Auf dem Steineberg-Gipfel schmeckt das Mitgebrachte ganz hervorragend. Nicht fehlen sollte im Gepäck eine leichte Regenjacke, falls das Wetter umschlägt.