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Wandern bei Illertissen: Natur, Kultur, Abenteuer - alles auf einem Weg

Die Wanderung bei Illertissen ist etwas für die ganze Familie: Nach dem Wandern kommt der Spielplatz.
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Die Wanderung bei Illertissen ist etwas für die ganze Familie: Nach dem Wandern kommt der Spielplatz.
Foto: Orla Finegan

Auf der Wanderung bei Illertissen wird es ganz sicher nicht langweilig für Kinder. Beim Wandern gibt es hier Natur, Kunst und Abenteuer für die ganze Familie.

Der Motor des kleinen Flugzeuges brummt weit entfernt am Himmel, mit bloßem Auge sieht es aus wie ein Vogel. Kurz darauf fallen kleine schwarze Punkte aus dem Flieger, die schnell größer werden. Fünf bunte Fallschirme segeln langsam dem Erdboden entgegen, majestätisch landen die Springer am Flugplatz. Ein Bild, das nicht nur Kinder fasziniert. Der Illertisser Flugplatz liegt auf dem etwa neun Kilometer langen Rundweg von der Weiherhalde über die Jungviehweide.

Startpunkt der Wanderung bei Illertissen ist der Parkplatz neben dem Weiher

Der Weiher grenzt direkt an einen Abenteuerspielplatz an. Allein der Spielplatz scheint den Ausflug wert zu sein: Es gibt eine Seilbahn, ein Piratenschiff, Schaukeln und vieles mehr. Sobald die Kinder von der Seilbahn losgeeist sind, kann es losgehen, denn auch der Rundweg ist für Familien bestens geeignet. Hinter dem Weiher führt ein Pfad weg von der Stadt, rein in den Wald. An der ersten Gabelung geht es rechts ein paar Meter steil einen Hang hinauf, das ist schon der einzige Anstieg der gesamten Tour. Einen Buggy kann ein fitter Vater schnell hinauftragen, die restliche Strecke ist fast ausschließlich befestigt. Weiter geht es, raus aus dem Wald und über einen Feldweg und den Tiefenbacher Weg über die Autobahn. Und schon sind die Flugzeuge und Fallschirmspringer in Sichtweite.

Auf der Wandertour gibt es am Illertisser Flugplatz einiges zu sehen

Dort, am Flugplatz, können die Kinder auf dem Spielplatz spielen und staunen, wenn die Fallschirmsportler im freien Fall verschiedene Formationen üben. Die Eltern können derweil das Mittagessen in der Vereinsgaststätte des Luftsportvereins bestellen – thailändische oder schwäbische Küche, alle werden satt. Nach der Stärkung sind es nur zwei Kilometer bis zur Kaffeepause: Einfach der asphaltierten Straße folgen, die ab dem Flugplatz fast nur von Radfahrern genutzt wird. Die Straße ist teilweise von Bäumen gesäumt, grüne Wiesen erstrecken sich so weit das Auge reicht und Kühe grasen friedlich auf den Weiden. Wettrennen, Butterblumen pflücken, Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst – bevor sich bei den Kindern Langeweile einstellt, kommt schon die nächste Pause.

Auf dem Gelände des an die Viehweiden angrenzenden Bauernhofs liegt eine kleine Kapelle mit Holzbänken vor der Tür – gestresste Eltern können dort kurz Innehalten, den Moment genießen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Nur wenige Meter weiter beginnt die Staudengärtnerei Gaissmayer, die auch über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist. In den Schaugärten sind mehrere tausend Staudenarten ausgestellt, ein Abstecher lohnt sich. Gegenüber befindet sich das Museum der Gartenkultur, quasi als Kontrastprogramm zum adrenalingeladenen Flugplatz. In wechselnden Ausstellungen zeigt das Museumunter anderem historische Gartengeräte, teils aus dem 19. Jahrhundert. Ein Film begeistert auch Kinder für die Themen. Falls nicht: Im Café Grün, das an die Ausstellungsräume grenzt, gibt es Eis, Kaffee und Kuchen.

Wandern Sie mit der Familie zum Illertisser Baum- und Kunstpfad

Sobald der Blutzuckerspiegel stabilisiert ist, kann es weitergehen: Einen halben Kilometer vom Museum entfernt beginnt der Illertisser Baum- und Kunstpfad. Dort können Kinder unter anderem erforschen, wie unterschiedlich Klanghölzer klingen können. Es kommt nur drauf an, aus welchem Holz sie gemacht sind. Und dann ist da natürlich noch der Pfad, der mit kleinen Infotafeln neben jungen Bäumen und Sträuchern ihre wichtigsten Merkmale erklärt. Zum Beispiel, was die Schwarzerle mit Venedig zu tun hat. Naturkunde und Kunst sind dort vereint, besonders beeindruckend sind auch die aufgestellten Schnitzereien. Nun beginnt die letzte Etappe: Einfach der Beschilderung Richtung „Weiherhalde“ folgen, schon ist man zurück am Parkplatz. Sind die Kinder immer noch nicht müde, können sie sich jetzt auf dem Spielplatz oder bei einer Partie Minigolf auf der Anlage neben dem Weiher austoben.