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Wandern bei Modelshausen im Laugnatal: Von der Laugna an die Zusam

Wanderung bei Modelshausen: Wandern im Laugnatal ist etwas für alle Sinne.
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Wanderung bei Modelshausen: Wandern im Laugnatal ist etwas für alle Sinne.
Foto: Hertha Stauch

Auf dieser Wanderung bei Modelshausen gibt es zwei Flüsschen, zwei Täler und einen bewaldeten Höhenrücken. Beim Wandern durch das Laugnatal zeigen sich typische Landschaften auf. Eine Tour für die Sinne!

Wo sind wir denn hier gelandet? In Modelshausen, einem Ortsteil von Laugna bei Wertingen, scheint die Zeit zu stehen. Das Dörflein im Laugnatal schlummert unter alten Kastanien, an denen sich Wege in alle Richtungen abzweigen – ideal zum Wandern auf unbekannten Pfaden. Im Osten von Modelshausen fließt die Laugna vorbei – ein kleines Flüsschen, das hin und wieder bei Hochwasser zum großen Fluss gebiert. Im Westen steigt ein bewaldeter Höhenrücken an, der lockt mit dschungelgleichen Pfaden und Schwarzwaldromantik.

Die Wanderung führt durch das Laugnatal zum Zusamtal

Dort wollen wir hin, denn auf der anderen Seite liegt das Zusamtal. Laugna und Zusam – zwei Flüsschen, die den Altlandkreis Wertingen prägen. Die Tour zeigt typische Landschaften in diesem südöstlichen Teil des Landkreises Dillingen auf, in dem der Altlandkreis heute liegt. Ackerbaulich genutzte Flächen mit all ihren Randerscheinungen jenseits idyllischer Dorfromantik, kleine Dörfer mit modernen Tierstallungen und Futtersilos auf der einen, barocken Kirchtürmen und alten Bauernhöfen auf der anderen Seite. Mais-, Getreide und Kartoffelfelder, an denen die typischen Feldwege vorbeiführen, die manchmal steinig, aber sonst gut zu begehen sind. Der Wald präsentiert sich in seiner ganzen Pracht.

Prächtige Wälder gibt es auf der Wandertour

Die Forstwirtschaft mit den für die Region typischen Fichtenstangen ist hier zu Gange, aber immer mehr leuchtet das maigrüne Laub von prächtigen Eichen, Buchen, von Ahorn und vereinzelt sogar Kastanien, die im Frühling mit weißen Kerzenblüten protzen. Heimisches Buschwerk säumt den Weg und bietet emsigen Meisen und gelben Zitronenfaltern Schutz – der weiß blühende Hartriegel, Schlehen mit kräftigen Dornen oder Holunder, der im Herbst dunkle Beerendolden trägt. Wer diese Tour wählt, darf keine Attraktion erwarten. Vielmehr liegt der Reiz im Detail – wer die Sinne öffnet, erkennt die Sensation des Augenblicks: Der Milan, der über den Wipfeln kreist, das Vogelgezwitscher, zuweilen das Quaken eines Frosches oder der Geruch nach Waldmeister und Moos. Grün in allen Schattierungen begleitet den Weg, das Auge kann sich ausruhen, in die Ferne schweifen, oder im schattigen Dunkel verlieren, in dem sich das Sonnenlicht bricht. Die Wege liegen abseits großer Straßen – wenn nicht gerade Erntezeit ist, lädt die Ruhe ein, entspannt vor sich hinzuwandern. Der Waldrand gibt lohnende Blicke frei – auf der einen Seite ins Laugnatal und seine Dörflein Bocksberg, Marzelstetten und Emersacker. Auf der anderen Seite das breitere Zusamtal mit Zusamaltheim, Sontheim, Villenbach.

Das Wandern wird mit Aussicht belohnt

Wer will, kann jenseits des Waldes hinunter bis zur braven Zusam schlendern. Wer sich im Sommer aber die Mückenschwärme am Fluss ersparen will, der kehrt am Waldrand wieder um in die andere Richtung, die Route zurück ins Laugnatal fortzusetzen. Der Weg steigt wieder an, zieht sich durch den Schatten hin bis zur Anhöhe über dem Ausgangspunkt Modelshausen. Auf dem höchsten Punkt angekommen, entschädigen der Blick ins heimelige Laugnatal und eine Ruhebank unter dem Kreuz Christi. „Gott ist nahe wo die Menschen einander lieben“, steht hier geschrieben. Was vermuten lässt, dass die Menschen in diesem Landstrich mit sich und der Welt ganz zufrieden sind ...