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Wandern durch Bibertal und Osterbachtal: Auf der Rechbergtour der Natur ganz nah

Saftige Wiesen, schattige Wälder, schwäbische Schönheit: Auf der Wanderung wartet ein idyllisches Stück Heimat, die sich Naturliebhaber nicht entgehen lassen sollten.
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Saftige Wiesen, schattige Wälder, schwäbische Schönheit: Auf der Wanderung wartet ein idyllisches Stück Heimat, die sich Naturliebhaber nicht entgehen lassen sollten.
Foto: Madeleine Schuster

Auf der Rechbergtour laden beim Wandern idyllisch gelegene Seen und Orte zum Entspannen ein. Die Wanderung führt durch das Bibertal und Osterbachtal.

Ausruhen, einatmen, die Stille genießen. Auf einem schmalen Weg inmitten grüner Wiesen, Felder und dunstiger Waldränder halten wir für einen Moment inne. Mücken schwirren durch die Luft und zischen an unseren Ohren vorbei. In der Ferne ertönt leise der Klang von Kirchenglocken. Über die Mittagszeit ist es hier, auf einer kleinen Anhöhe kurz vor dem Bucher Ortsteil Christertshofen, besonders ruhig. Die Sonne scheint uns ins Gesicht, eine Pferdekutsche kreuzt den Weg. Der Fahrer winkt uns schon von Weitem zu.

Wanderung durch Bibertal und Osterbachtal: Elf Kilometer Rechbergtour

Wer auf der rund elf Kilometer langen Rechbergtour rund um den Markt Buch unterwegs ist, erlebt schwäbische Gemütlichkeit inmitten einer idyllischen Landschaft. Vorbei an kleinen Ortschaften führt die Route durch die Wiesen und Wälder des Bibertals im Westen und des Osterbachtals im Osten. In der Mitte des 14. Jahrhunderts herrschten in diesem Landstrich die Herren von Rechberg, die auch als Wohltäter des Klosters Roggenburg galten. Ihre Burg stand einst oberhalb des Nordholzer Weihers. Ihnen hat die Tour ihren Namen zu verdanken.

Vom einstigen Sitz der Herren von Rechberg ist heute zwar nichts mehr zu sehen – die Steine der ehemaligen Burg wurden beim Bau des nahe gelegenen Klosters Roggenburg abgetragen. Dennoch umgibt die Region noch immer ein besonderer Charme, vor allem im Frühling. Dann sprießen Wildkräuter und -blumen an Wegesrändern, auf Wiesen und Feldern. Die Kühe schellen auf den Weiden mit ihren Glocken. Wer Glück hat, sieht auf den Strecken, die in einigen Abschnitten durch schattiges Waldgebiet führen, Rehe oder Hasen vorbeihuschen. Vor allem für Familien ist die nicht allzu anspruchsvolle Rundtour, die mit Wegweisern gut ausgeschildert ist, optimal.

Startpunkt der rund zweieinhalbstündigen Wandertour ist an der Turnhalle in Ritzisried

Dort hat der Markt Buch auch eine Informationstafel zur Wandertour aufgestellt. Von diesem Punkt aus führt die Strecke über Nordholz, Rennertshofen, Christertshofen und den mitten im Wald gelegenen Waldreichenbach zurück zum Ausgangspunkt. Besonders schön: Entlang der Strecke bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für ein gemütliches Picknick im Grünen. Eine Oase der Ruhe ist etwa der große Mühlenweiher in Nordholz, an dessen Ufern wir unsere Picknickdecke aus dem Rucksack ziehen und uns eine Pause gönnen. Vor uns glitzert der See, seichte Wellen schlagen sanft ans Ufer.

Ein Stück schaurig-schöner Geschichte erwartet uns in Rennertshofen. Ursprünglich war der Ort, der heute zum Markt Buch gehört, im Besitz der Herren von Biberegg-Roggenburg. Nach deren Aussterben ging er an das von ihnen gegründete Kloster Roggenburg über. Der 1781 erbaute und bis heute erhaltene Pfarrhof diente den Äbten lange Zeit als Sommerresidenz. Nördlich von Rennertshofen stand einst die Einöde Frankenhofen.

Sie wandern durch Frankenhofen

Zur Zeit der Bauernkriege war der Frankenhofer ein bekannter und berüchtigter Anführer. Nach Niederschlagung des Aufstandes wurde er in Illertissen geköpft, der Frankenhof verfiel. Noch heute soll in rauen Nächten im Biber- und Osterbachtal das Klagen des Frankenhofer Bauern zu hören sein.

Wer nach der rund elf Kilometer langen Rundtour noch nicht müde ist, sollte sich einen Abstecher zur Wallfahrtskirche "Zur Schmerzhaften Muttergottes" in Matzenhofen nicht entgehen lassen. Im Inneren der 1751 erbauten und romantisch im Wald gelegenen Kirche verzaubern prächtiger Stuck und detailverliebte Fresken.