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Wandern durch das Oberallgäu: Wiesen, Wasser, Wald

Wanderung durch das Oberallgäu: Beim Wandern entdecken Sie die vielfältige Natur.
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Wanderung durch das Oberallgäu: Beim Wandern entdecken Sie die vielfältige Natur.
Foto: Jochen Sentner

Beim Wandern die Natur genießen: Hier finden Sie Route für eine Familienwanderung im grünen Oberallgäu.

Grüne Hügel, imposante Ausblicke auf den Fluss, dichter Fichtenwald und ein idyllisch gelegener Badeweiher – was das Allgäuer Voralpenland an Reizen zu bieten hat, findet sich auf dieser Runde. Allein ist man zwar selten unterwegs, aber die Wanderer bewegen sich entspannt in der abwechslungsreichen Natur.

Wanderung durch das Oberallgäu: Weite Wiesen und Flüsse

Fotoapparat oder Smartphone gehören unbedingt in den Rucksack. An schönen Tagen, besonders bei Föhn, tun sich Blicke über weite Wiesen auf bis zum Allgäuer Hauptkamm. Spektakulär ist die Aussicht vom Ruinenhof Kalden auf die Illerschleife und den tief gelegenen Illerdurchbruch. Tief unten bahnt sich der Fluss grün-blau den Weg durch das Nagelfluh-Gestein.

Zur Burgruine Kalden ist auf einem Gedenkstein vermerkt: „Veste Alt-Kalden, kemptisches Lehen, 1128 Berchtold de Callindin, 213 Marschall Heinrich von Kalden, der Rächer König Philipps, seit 1384 rothensteinisch und verlassen.“ Die Burg Neu-Kalden ist später weiter südlich errichtet­ ­worden. 1515 begann Marschall Joachim von Pappenheim mit dem Bau. 1525 nahmen Allgäuer Bauern die Burg während des Bauernkriegs ein. 1692 wurde die Burg verlassen. 1803 holten Bauern Steine zum Wiederaufbau ihrer Höfe nach ­einem Großbrand in Altusried. Der Verfall ging über die Jahrzehnte weiter. 1977 wurde der Rundturm als letzter Überrest von der Naturschutzgruppe ­Altusried saniert. 1985 erwarb die Gemeinde das Burggelände.

Sie wandern über eine innovative Hängebrücke

Ein besonderes Zeugnis für Bürgersinn ist die innovative Hängebrücke zwischen Fischers und Pfosen. Nachdem eine Fährverbindung 2001 eingestellt worden war, gab es dort keine Querung mehr zwischen den Oberallgäuer Gemeinden ­Altusried und Dietmannsried. Also schritten Ehrenamtliche zur Tat. Mit europäischen Fördermitteln schufen sie einen Erlebnissteg, der dieser Bezeichnung gerecht wird. 33,2 Tonnen Stahl wurden mit 2750 Schraubverbindungen ­fixiert. Doch wenn ein paar Leute auf der Brücke ­hüpfen, gerät sie in interessante Schwingungen. Der Überweg schloss auch eine Lücke im schwäbischen Jakobus-Pilgerweg. Was man westlich des Flusses auf einem romantischen Waldweg hin­absteigen durfte, geht es östlich wieder hinauf. Zunächst über Holzstufen, dann auf einem Fahrweg durch den schattigen Forst. Am Sachsenrieder Bänkle gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, der mit einem Abstecher in wenigen Minuten zu erreichen ist.

Auf der Wandertour ist auch Rasten wichtig

Wer dort noch nicht Brezen, Landjäger und ­Äpfel aus dem Rucksack geholt hat, kommt an der nächsten Landmarke kaum um eine Rast herum. Der Sachsenrieder Weiher liegt umgeben von Feldern in einer Senke. Wasserratten lassen dort die Gelegenheit nicht aus, sich ein wenig abzukühlen. 2016 plant der Zweckverband Erholungsgebiete, den Damm auszubessern. Auf dem Rückweg kommt man an einer Kapelle vorbei, die im Jahr 2004 errichtet wurde. Von da aus geht es wieder über die Brücke zurück zum Ausgangspunkt am Rathausplatz in Altusried.