Newsticker
Laschet übernimmt volle Verantwortung für Debakel bei Bundestagswahl
  1. Startseite
  2. Touren
  3. Wandertouren
  4. Wandern in und um Ulm auf dem Höhenweg: Tour der Kontraste mit Münsterblick

<p> </p>

Wandern in und um Ulm auf dem Höhenweg: Tour der Kontraste mit Münsterblick

Wandern in und um Ulm: Der Höhenweg bietet einen romantischen Rundumblick auf der Wanderung über die Dächer Ulms.
5 Bilder
Wandern in und um Ulm: Der Höhenweg bietet einen romantischen Rundumblick auf der Wanderung über die Dächer Ulms.
Foto: Michael Ruddigkeit

Der Ulmer Höhenweg bietet reizvolle Perspektiven auf einer Gratwanderung zwischen Stadt und Natur. Beim Wandern wird man hier mit einem grandiosen Ausblick belohnt.

Blautopf, Kleines und Großes Lautertal, beeindruckende Höhlen, Eiszeitkunst und pralle Natur. Doch auch mitten in Ulm gibt es für Wanderer einiges zu entdecken. Zum Beispiel auf dem Ulmer Höhenweg. Der schlängelt sich auf gut 20 Kilometern entlang der Ulmer Berge und Täler, im Grunde mitten durch die Stadt, aber eben auch durch Felder, Wiesen und stille, kleine Wälder. Das ermöglicht es, Ulm mal von einer ganz anderen Seite zu sehen, in der die Großbaustellen zwar noch da sind, das Rauschen des Verkehrs aber vom Vogelgezwitscher übertönt wird. Um auf diesen Pfad zwischen Zivilisation und Natur zu gelangen, braucht es nur einige Hundert Schritte.

Wanderung auf dem Ulmer Höhenweg: Start auf dem Oberen Eselsberg

In der Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg startet der Ulmer Höhenweg. Uni und Hochschule sind ganz nah, doch schon nach wenigen Metern lässt der Wanderer den Campus-Trubel hinter sich. Linkerhand bleiben die neuen Studentenwohnheime liegen, rechts öffnet sich das Tal, der Weg führt schnurgeradeaus, direkt zum Panoramaweg, der einen bereits nach zwei Kilometern Fußmarsch mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zu den Alpen, doch auch an trüben Tagen gibt es noch genug zu sehen. Das Münster natürlich, das Ulmer Wahrzeichen, das auch an anderen Stellen auf dieser Tour hinter Hügeln hervorlugt. Aber auch das Universum-Center, das Kloster Wiblingen oder das Donautal. Ein großes Schaubild erläutert, wo welche Sehenswürdigkeit am Horizont liegt, etwa das Kloster Roggenburg oder das Vöhlinschloss in Illertissen.

Ein Gefühl von Abgeschiedenheit stellt sich auf dem Weg ein, obwohl doch die Wissenschaftsstadt mit ihren Tausenden Beschäftigten ganz nah ist und die Stadt im Tal dem Wanderer zu Füßen liegt. Die B 10 rauscht im Hintergrund, die Schapfenmühle in Jungingen mit dem höchsten Getreidesilo der Welt ragt als Orientierungshilfe in die Höhe. Im Lehrer Tal ist die gewaltige Bahn-Baustelle zu sehen, auf welcher der Albabstiegstunnel entsteht. Spezialbagger graben sich durch die Erde, in ein paar Jahren soll hier der ICE auf der Neubaustrecke zwischen Ulm und Stuttgart vorbeirauschen.

Wandertour: Stiller wird es auf dem Weg entlang der Wilhelmsburg

Diese ist Teil der über 150 Jahre alten Bundesfestung, Deutschlands größtem erhaltenen Festungsensemble. Aus der Zeit, als hier noch Regimentsmusiker übten, stammt der Name für ein Biotop, das in der Nähe der Festungsmauern zum Verweilen einlädt: Trommelwiese. Hier führt der Schmetterlingsweg entlang, und wer sich auskennt, kann Schachbrettfalter und Hauhechelbläulinge finden. Auf der Magerwiese duften im Sommer wilder Majoran und Wiesensalbei.

Am Michelsberg kreuzt der Höhenweg den Festungsweg. Allein der Anblick des 1,3 Hektar großen Innenhofs der Wilhelmsburg ist einen Abstecher wert. Auf Schautafeln wird die Geschichte des Bauwerks ausführlich erläutert. Der 16 Meter hohe Aussichtsturm vor der Wilhelmsburg war demzufolge nie Teil der Festung. Er wurde 1907 vom Schwäbischen Albverein gestiftet. Über eine enge Wendeltreppe geht’s nach oben, wo sich Liebespaare mit Schlössern verewigt haben.

Wandern durch Ulm: Mitten durch die Stadt

Wir sind nun an der Kinderklinik des Universitätsklinikums. Die Hauptroute des Höhenwegs führt weiter Richtung Safranberg und bis nach Böfingen, doch über eine Verbindungsstrecke und die Nebenroute lässt sich bequem eine Schleife ziehen. Die führt durch den Neuen Friedhof und durchs Örlinger Tal, vorbei an Gärten und jungen Bäumen. Baustellenlärm aus der Ferne, aber keine Menschenseele in Sicht. Große, freie Ackerflächen prägen hier das Bild, es geht leicht bergauf. Auf dem Hügel der Blick auf die Stadtteile Lehr, Jungingen und Eselsberg und das ewige Hin und Her auf den Schnellstraßen, Wälder am Horizont. Von dort geht es ein Stück durch den Botanischen Garten, der mit seinem 28 Hektar großen Freigelände einen eigenen Ausflug wert ist, und wieder auf den Panoramaweg. Inzwischen ist auch die Sonne herausgekommen, und für diesen Anblick lohnen sich auch die letzten paar Kilometer.