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Wandern zwischen Holheim und Ederheim: Fossilien und Feuersteine

Am Wegesrand des Erlebnis-Geotops Lindle kann man auf einer Wanderung ein Stück unberührter Natur erleben. Die Artenvielfalt beim Wandern weiß zu ­beeindrucken.
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Am Wegesrand des Erlebnis-Geotops Lindle kann man auf einer Wanderung ein Stück unberührter Natur erleben. Die Artenvielfalt beim Wandern weiß zu ­beeindrucken.
Foto: William Harrison-Zehelein

Der Pfad zum Wandern durch das Erlebnis-Geotop Lindle ist ein kleines Naturparadies mit tollen Aussichten aufs Ries. Die Wanderung führt vorbei an Fossilien, Feuchttümpeln und Feuersteinen.

Am südwestlichen Riesrand, zwischen Holheim und Ederheim, liegt das Erlebnis-Geotop Lindle. Der dazugehörige Wanderweg führt im Uhrzeigersinn um das Geotop herum und nimmt Wanderer mit auf eine Reise durch die geologischen und landschaftlichen Besonderheiten des Rieses. Auf den drei Kilometern des Wanderwegs, der offiziell als Lehrpfad gilt und zum Geopark Ries gehört, lassen sich Steinbrüche, Wassertümpel, Mischwälder und tolle Aussichten über das Ries entdecken.

Foto: William Harrison-Zehelein

In der Straße „Am Lindle“ bei Holheim beginnt die Wanderung

Auf den folgenden 2,7 Kilometern zeigen „Erlebnis-Geotop Lindle“-Wegweiser, wo es lang geht. Zudem werden auf insgesamt 13 Ereignistafeln geologische, naturkundliche und besiedlungsgeschichtliche Besonderheiten veranschaulicht. Dazwischen bieten bei klarem Wetter verschiedene Aussichtspunkte spektakuläre Ausblicke auf das Ries und den Kraterrand. Der Pfad führt zunächst mitten in den Lindle-Steinbruch. Hier ist man rundum von imposanten Kalkfelsen umgeben. Am Fuße des Steinbruchs steht die nächste Besonderheit des Wanderwegs an: Die Flachgewässer mit ihrer großen Artenvielfalt. Je nach aktueller Regenlage sind sie größer oder kleiner. In den Flachwassertümpeln tummeln sich allerlei Lebewesen.

Auf der Wandertour im Erlebnis-Geotop Lindle erlebt man die Natur

So kann man mit ein wenig Glück eine Gelbbauchunke, eine Kreuzkröte oder einen Molch entdecken. Auch Libellen, Wasserschnecken und verschiedene Vogelarten treiben sich im Tümpel herum. Verlässt man das artenreiche Feuchtgebiet, geht es einen Schotterweg hinauf zum ersten Aussichtspunkt der Route. Oben auf dem Steinbruch öffnet sich einem ein weiter Blick auf das südliche Ries. Hier bietet sich auf den bereitgestellten Holztischen und -bänken eine kleine Verschnaufpause an. Hat man sich ein wenig ausgeruht, führt die Wanderstrecke weiter durch den aus vielen Linden und Buchen bestehenden Lindle-Wald, bis hin zum mittelalterlichen Burgstall am Waldrand. Vom Burgstall ist allerdings nur noch ein großer Grashügel zu sehen, der im 12. bis. 14. Jahrhundert wohl als Turmhügel für den Burgsitz der Herren von Holheim diente.

Zwischen Holheim und Ederheim: Wandern auf den Lachberg

Der Trockenrasen rund um den Hügel ist biologisch besonders wertvoll. So leben hier Eidechsen, Falter oder Heuschrecken. Außerdem wachsen auf den Hängen Kräuterpflanzen wie Küchenschellen, Thymian oder Nelken. Der Weg führt weiter entlang des Waldrandes hinauf zum Lachberg. Aufmerksame Wanderer können entlang des Wegs in regelmäßigen Abständen fossilreiche Steine mit Wasserschnecken oder Muschelkrebsen entdecken. Diese stammen noch aus der Zeit nach dem Meteoriteneinschlag vor rund 15 Millionen Jahren, als das Ries noch ein See war. Biegt man zwischendurch rechts in den Wald ab, kommt man zu einem Aussichtspodest mit herrlichem Panoramablick über das Ries, den Ipf und den Hahnenkamm bis hin zum Hesselberg. Der Weg führt schließlich quer durch das romantische Lindle-Wäldchen hindurch zurück in Richtung Holheim.

Bevor man wieder zum Ausgangspunkt gelangt, befindet sich links vom Weg der „Astronauten-Steinbruch“ Siegling. Hier führte 1970 die NASA-Besatzung der Apollo-14-Mission für ihre Mondmission ein Feldtraining durch. Dies ist zugleich der letzte große Aussichtspunkt des Wanderwegs, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt geht. In zwei Stunden ist die Strecke locker zu schaffen – auch für Kinder und ältere Menschen.