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18.10.2019

300 Menschen nehmen Abschied von Merseburger Terroropfer

Video: dpa

Am 9. Oktober tötete Stephan B. in Halle zwei Menschen. Nun, knapp zwei Wochen später, gedachten rund 300 Menschen dem 20-jährigen Terroropfer aus Merseburg.

Merseburg, 18.10.19: Angehörige und Freunde des Merseburgers, der am 9. Oktober beim Terroranschlag in Halle erschossen wurde, haben am Freitag Abschied von dem 20-Jährigen genommen. Rund 300 Menschen versammelten sich in der Stadtkirche St. Maximi, darunter zahlreiche Fans des Drittliga-Fußballvereins Hallescher FC. Schon lange vor Beginn der Trauerfeier hatten Dutzende HFC-Anhänger vor der Kirche ausgeharrt. An dem in eine rot-weiße HFC-Fahne gehüllten Sarg im Innern der Kirche legten die Trauernden Blumen und Kränze nieder. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff erklärte, der rechtsextreme Terror sei nicht nur in Sachsen-Anhalt zu lange unterschätzt worden. Am 9. Oktober hatte der Deutsche Stephan B. schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf den 20-Jährigen in einem Döner-Imbiss. Die Tat hatte der 27-jährige B. via Helmkamera live im Internet übertragen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

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