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20.06.2019

Auf den Spuren der deutschen Kolonialzeit in China

Video: dpa

Für wenige Jahrzehnte war das deutsche Kolonialreich das viertgrößte der Welt. Die größten Gebiete lagen verstreut in Afrika. Aber auch ein kleines Gebiet an der Ostküste Chinas rund um die Stadt Qingdao

Qingdao, 20.06.19: Auf den ersten Blick sieht die Stadt Qingdao an der Ostküste Chinas aus wie die meisten chinesischen Großstädte. Hochhaus reiht sich an Hochhaus. Anders in der am Wasser liegenden Altstadt - viele Gebäude hier wirken sehr europäisch. Gebaut hatten sie deutsche Besatzer, die hier vor über 100 Jahren landeten. Chinesische Touristen fahren oft nach Qingdao, um einen Eindruck von alter europäischer Architektur zu bekommen. Und die in der Kolonialzeit gegründete Brauerei der Stadt ist zu einem der größten Bier-Konzerne Chinas gewachsen. Die deutschen Besatzer blieben hier in besserer Erinnerung, als beispielsweise in Afrika, wo sie unzählige Einheimische ermordeten. So ein Blutvergießen gab es in zwar China nicht, sie zwangen das hoffnungslos unterlegene China aber, das Land um Qingdao an das Deutsche Reich zu verpachten. Lang währte die deutsche Herrschaft nicht. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Qingdao nach dreimonatiger Belagerung von Japan besetzt. Der deutsche Traum einer chinesischen Kolonie war damit Geschichte.

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