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28.08.2019

Bei der Bundeswehr drückt der Schuh (nicht)

Video: dpa

"Man stelle sich vor, Feuerwehrleute würden Brände in Pantoffeln löschen", so kritisierte die FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann den mangelnden Nachschub an neuen Kampfschuhen.

Bundeswehrsoldaten müssen einem Medienbericht zufolge deutlich länger als geplant auf neue Stiefel warten. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann hervor, über die der Tagesspiegel berichtet. Dem Bericht zufolge hätten alle Angehörigen der Streitkräfte eigentlich bereits bis Ende 2020 neue Schuhe erhalten sollen. "Aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten der Industrie ließ sich dieser Zeitansatz jedoch nicht halten", hieß es aus dem Ministerium. Die Umsetzung sei nun erst bis zum Ende des 2. Quartals 2022 abgeschlossen. Wie viele Bundeswehrangehörige heute bereits einen neuen Kampfschuhsatz haben, sagte die zuständige Sprecherin laut Tagesspiegel nicht, es seien "erst einige". Der Wechsel vom "Ganzjahresschuh" auf zwei Paar vom "Kampfschuh, schwer" und ein Paar vom "Kampfschuh, leicht" ist dem Zeitungsbericht nach seit 2016 geplant. Dem Schreiben an Strack-Zimmermann zufolge haben inzwischen zwar gut 160.000 der knapp 183.000 Soldaten ein erstes Paar des schweren Kampfschuhs - das zweite fehlt aber noch. Den leichten Schuh haben demnach nur gut 31.000 Soldaten. Strack-Zimmermann kritisierte, dass die Ausrüstung der gesamten Truppe mit den neuen Schuhen so lange dauere. "Das ist schließlich keine Frage der Mode, sondern eine der Sicherheit", sagte die Verteidigungspolitikerin. "Man stelle sich vor, Feuerwehrleute würden Brände in Pantoffeln löschen."

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