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04.10.2019

Blockaden und Klima-Show: Wer ist Extinction Rebellion?

Video: dpa

Ihr Logo ist eine Sanduhr, ihre Botschaft: Uns rennt die Zeit davon. Extinction Rebellion kämpft für ähnliche Ziele wie Fridays for Future - aber mit anderen Mitteln. An diesem Montag soll eine "Rebellionswelle" starten.

Berlin, 02.10.19:  Wenn es nach der Umweltbewegung Extinction Rebellion geht, soll der Vekehr in Berlin ab Montag in Wellen lahmgelegt werden.  Durch zivilen Ungehorsam möchten die Aktivisten damit Regierungen zum Umdenken in der Klimapolitik bringen. Einen Vorgeschmack auf mögliche Protestaktionen lieferten sie Anfang September in Berlin, als sie kurzzeitig eine Straße blockierten. O-TON Hannah Elshorst, Aktivistin "Wir verstehen uns in der Tradition von Zivilbewegungen, die in der Geschichte erfolgreich waren und die eben friedlichen zivilen Ungehorsam als ihre Aktionsform benutzt, um wirklich Veränderung zu bewirken. Das war Martin Luther King, Gandhi, Mandela. Das war genau das, was Erfolg hatte." Die Berlinerinnen Kristina Mudra und Annemarie Botzki sind Teil der Bewegung. Ihr Motivation ist die die Angst, vor dem was der Klimawandel anrichten könnte. Dem wollen sie etwas entgegensetzen. O-TON Annemarie Botzki, Aktivistin "Unsere erste Forderung ist, die Wahrheit zu sagen. Ich glaube, viele Leute wissen eigentlich noch nicht so richtig Bescheid, über das Ausmaß der Klimakatastrophe und was da wirklich auf uns zukommt." Zu den obersten Prinzipien der Bewegung gehört unter anderen Gewaltfreiheit. Niemand und nichts soll zu Schaden kommen. O-TON Kristin Mudra, Aktivistin "Wir setzen keine Gewalt gegen Lebewesen, Menschen oder Dinge ein, weil wir uns eben eine gewaltfreie Zukunft vorstellen. Wir wünschen uns ein Wandel und eine Zukunft, die gewaltfrei ist." Aber zu Sitzblockaden und Störaktionen sind die selbst ernannten "Rebellen" bereit, auch wenn sie damit gegen Gesetze verstoßen. O-TON Kristin Mudra, Aktivistin "Wir sind in einer so katastrophalen Notfallsituation, dass wir wirklich, um einen Systemwandel zu erreichen, andere Mittel ergreifen müssen und den Leuten zeigen müssen, vor allem der Politik zeigen müssen, so geht's nicht weiter." Die Bewegung will außerdem "Klimaneutralität" bis 2025 - also keine Emission von Treibhausgasen mehr. Die Bundesregierung möchte dieses Ziel erst 2050 erreichen. Eine weitere Forderung ist die Bildung von Bürgerversammlungen aus zufällig ausgewählten Menschen. Sie sollen neben den Parlamenten helfen, den Kampf gegen die Erderhitzung voranzubringen. Die Aktivisten argumentieren, dass die Zufallsbürger nicht nur bis zur nächsten Wahl denken, sondern das Ganze im Blick haben.

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