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20.09.2019

"Bye bye CO2": Hunderttausende beim globalen Klimastreik

Video: dpa

"Konsum killt unser Klima" oder "Wäre die Erde eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet" - nur zwei von vielen Slogans bei den Klimademos. Der Zulauf in Deutschland beim globalen Klimastreik war groß.

Berlin, 20.09.19: Für einen entschiedeneren Kampf gegen die Erderwärmung sind in Deutschland und rund um den Globus am Freitag Hunderttausende auf die Straße gegangen. Die Jugendbewegung Fridays for Future hatte erstmals ausdrücklich auch Erwachsene aufgerufen, sich an den Freitagsprotesten zu beteiligen. Der Zulauf in Deutschland war groß: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten etwa 270.000 Menschen auf die Straße, die Polizei ging von 100.000 aus. In Köln waren es laut Veranstalter 70.000, in Hamburg laut Polizei ebenfalls. Selbst in kleineren Städten Freiburg waren es rund 20.000. Auch in Bonn, Stuttgart, Rostock und vielen anderen Teilen des Lands strömten die Streikenden die Straßen. Fridays for Future erklärte, 1,4 Millionen Menschen hätten in der Bundesrepublik demonstriert. Die von Thunberg angestoßene Klimabewegung fordert von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden. In ganz Deutschland waren in Dutzenden Städten mehr als 570 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Adressat der Protestaktionen in Deutschland war auch das Klimakabinett der Bundesregierung, das am Freitag Eckpunkte für mehr Klimaschutz vorlegte. Unter anderem enthält es einen Preis auf den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids, jedoch auf niedrigem Niveau. Neben den Aktivisten von Fridays for Future wünschen sich auch viele Bürger ein Umsteuern in der Klimapolitik. Laut ARD-"Deutschlandtrend" sind knapp zwei Drittel der von Infratest-dimap befragten Bundesbürger der Meinung, dass der Klimaschutz Vorrang haben sollte, selbst wenn dies dem Wirtschaftswachstum schadet.

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