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28.08.2019

Die Currywurst wird 70 - Eine Frage der Soße

Video: dpa

Angeblich ist sie eine Berliner Erfindung. Die Currywurst wird 70 Jahre alt. Wird sie heute nur noch von Touristen und Rentnern gegessen? Eine Wurst-Recherche in Ost und West.

Berlin, 28.08.19: Sie ist so deutsch wie Mülltrennen, die Bundesliga und "Mahlzeit"-Sagen. Die Currywurst wird 70 Jahre alt. Genauer gesagt: Die Legende der Erfindung hat Geburtstag. Am 4. September 1949 soll die Ostpreußin Herta Heuwer in Berlin das erste Mal eine Soße aus Tomatenmark, Currypulver und anderen Gewürzen zusammengerührt und über eine gebratene und klein geschnittene Brühwurst gegossen haben. Das alles angeblich, weil sie Langeweile hatte. O-Ton Dagmar Konnopke, Konnopke Imbiss in Berlin "Das ist der Klassiker, das ist bei uns das sogenannten kleine Menü, Currywurst mit Pommes. Die Gäste nehmen es meistens noch mit Rot-Weiß oder auch das große Menü. Das ist dann mit zwei Curry und einer Pommes." In der Wurst-Hauptstadt Berlin sind "Curry 36" im alten Westen und "Konnopke's" im Osten die bekanntesten Adressen. Um die Mittagszeit stehen dort die Leute Schlange. Doch ein einheitliches Rezept gibt es nicht. O-Ton Lazo Vujinovic, Curry 36 Imbiss "Ich denke, dass Currywurst in Deutschland generell ein regionales Produkt ist. Und jede Region nimmt unterschiedliche Würste, hat unterschiedliche Vorlieben bei den Soßen. Deswegen, glaube ich, kann man das nicht pauschal sagen. Aso bei uns ist es so, dass wir wert drauf legen, dass die Ware hochwertig ist, dass das Ketchup hochwertig ist. Das bei der Zubereitung hohe Qualitätsstandards eingehalten werden und deshalb schmeckt es bei uns einfach." Auch in Zeiten von Bio, Öko und veganer Wurst: Das Geschäft mit der Currywurst geht weiter. Nach Schätzungen sollen die Deutschen 800 000 Stück pro Jahr verputzen. Regelmäßig wird die Currywurst zum beliebtesten Kantinenessen gekürt.

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