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09.09.2019

Entsetzen nach Wahl von NPD-Politiker zum Ortsvorsteher

Video: dpa

In der Wetterau-Gemeinde Altenstadt wird der hessische NPD-Vize zum Ortsvorsteher gewählt - mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP. Das Entsetzen ist groß, in Hessen wie in Berlin. Jagsch selbst bezeichnet den Wirbel um seine Wahl als lächerlich.

Altenstadt, 09.09.19: Entsetzen in Hessen: Der Ortsbeirat einer hessischen Gemeinde hat einen Funktionär der rechtsextremen NPD einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt - mit den Stimmen von Vertretern der SPD, CDU und FDP. Alle sieben anwesenden Ortsbeiratsmitglieder von Altenstadt-Waldsiedlung, wählten am Donnerstag den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Stefan Jagsch zum Vorsteher, wie die regionalen Verbände v2on CDU und SPD am Wochenende bestätigten. "Da wir keinen anderen haben - vor allem keinen Jüngeren, der sich mit Computern auskennt, der Mails verschicken kann.", sagte CDU-Vertreter Norbert Szielasko, der Jagsch ebefalls seine Stimme gegeben hatte, zu dessen Wahl. Und weiter: "Was er in der Partei macht oder privat, dass ist nicht mein Ding, nicht unser Ding." Im Ortsbeirat verhalte er sich "absolut kollegial und ruhig". O-TON Stefan Jagsch, stv. NPD-Landesvorsitzender "Ich habe viele positive Rückmeldungen schon bekommen, dass sie es gut finden, das ich es geworden bin, natürlich gibt es von gerade anderen Parteien wird das gerade sehr inszeniert, Widerstand dagegen." Von hessischen Politikern, aber auch aus der Bundespolitik kamen entsetzte Reaktionen. Es sei eine "Schande", "unfassbar" und "untragbar". SPD und CDU forderten, die Entscheidung rückgängig zu machen. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sagte am Sonntag das Ziel sei es nun, eine Abwahl zu beantragen.

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