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17.07.2019

Explosionsgefahr: 71-Jährige mit Pikrinsäure am Umweltmobil

Video: dpa

Das hätte auch gefährlich ins Auge gehen können. Eine 71-Jährige findet im Keller einen Behälter mit Pikrinsäure und bringt ihn zu einem Umweltmobil. Die Säure kann hochexplosiv sein - eine Sperrzone muss eingerichtet werden.

Hamburg, 17.07.19: Wegen des Fundes einer Säure, die hochexplosiv sein kann, hat die Polizei in Hamburg-Eppendorf Geschäfte vorsorglich geräumt. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, hatte eine 71-Jährige im Gemeinschaftskeller ihres Wohnhauses einen Behälter mit 500 Gramm Pikrinsäure entdeckt und zu einem "Umweltmobil" gebracht. Der Wagen der Stadtreinigung Hamburg nimmt normalerweise Farbe und Lacken entgegen. Ein geschulter Mitarbeiter der Stadtreinigung habe nach dem Lesen der Aufschrift "Pikrinsäure" Polizei und Feuerwehr informiert, hieß es. Rund um das "Umweltmobil" wurde eine Sperrzone von 150 Metern errichtet. Geschäfte wurden geschlossen und Anwohner aufgefordert, die Fenster zu schließen und sich in die rückwärtigen Räume ihrer Wohnungen zu begeben. Entschärfer des LKA hätten das Behältnis schließlich geröntgt und dann abtransportiert, teilte ein Sprecher des Lagezentrums mit. Pikrinsäure, die etwa im Chemieunterricht für zahlreiche Versuche benutzt wird, ist in flüssigem Zustand ungefährlich. Kristallisiert sie, kann sie aber so explosiv werden wie der Sprengstoff TNT. Solche Kristalle können sich durch zu lange oder unsachgemäße Lagerung bilden. Schon das Öffnen des Behälters ist dann gefährlich.

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