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26.08.2019

Flüchtling Fares Badawi fährt zur WM nach Japan

Video: dpa

In Deutschland zu leben öffnet Fares Badawi neue Möglichkeiten. Der Judoka trainiert zwölf Stunden wöchentlich - und die harte Arbeit trägt nun Früchte. Der aus Syrien stammende Flüchtling darf zur WM nach Japan und vielleicht zu Olympia.

Braunschweig, 21.08.19: "Manche halten mich für einen Langweiler", sagt der junge Mann aus Syrien in fließendem Deutsch und mit einem herzlich-schiefen Lächeln. Denn statt auf Partys, geht der Student lieber zwölf Stunden die Woche zum Training. O-Ton Fares Badawis, Flüchtling aus Syrien "Ich bin wegen des Krieges hier her gekommen als Flüchtling und ja ich habe mit Judo ungefähr mit 13 angefangen. Ok ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe mit dem Judo mit 9 angefangen und ich mache das immer noch." In Deutschland zu leben, öffnet dem Judoka neue Möglichkeiten, vielleicht sogar die Olympia-Teilnahme. Als Haus und Viertel der sechsköpfigen Familie in Syrien von Bomben zerstört werden, flüchten er und sein 12-jähriger Bruder via Türkei nach Deutschland. In Göttingen findet er seinen ersten deutschen Judoklub. O-Ton Fares Badawis, Judoka aus Syrien "Also zuletzt der IJF, der Internationale Judo Bund, hat eine neue Mannschaft gestellt und zwar diese Flüchtlingsmannschaft. Damit halt die geflüchteten Leute eine Chance bekommen, damit sie halt wieder kämpfen können. Und ja ich habe mit denen ein bisschen Kontakt aufgenommen. Und ich wurde für mehrere Wettkämpfe nominiert. Zuletzt war ich in Budapest, in Ungarn bei einem Grand Prix und zunächst steht für mich die WM in Tokio und ja sie sind jetzt auf der Suche nach guten Judoka für die Olympischen Spiele in Tokio 2020." Neben seinem Sport studiert Fares Badawis Bauingenieurswesen an der TU in Braunschweig. Das hatte er bereits in Syrien studiert. In Tokio wird er jetzt seine ersten WM-Erfahrungen sammeln und natürlich hofft er auf eine Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr.

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