1. Startseite
  2. Video
  3. Gebettet auf Plastik: Basstölpel auf Helgoland

Video

24.05.2019

Gebettet auf Plastik: Basstölpel auf Helgoland

Video: dpa

Fast in allen Basstölpelnestern auf Helgoland sind Plastikteile verbaut. Das künstliche Nistmaterial, das die Vögel statt Algen verwenden, wird auch für andere Vogelarten zur oft tödlichen Falle.

Helgoland, 24.04.19: Schon von Weitem leuchtet es Blau und Orange aus den Nestern der Basstölpel an Helgolands Felsenküste. Die farbigen Fasern bestehen aus Plastik und haben eigentlich nichts in einem Vogelnest verloren. O-TON Elmar Ballstaedt, Ornithologe auf Helgoland "Die Basstölpel bauen ja Nester als eine der einzigen Art im Felsen. Normalerweise nutzen sie Großalgen als natürliches Nistmaterial. Seit 1991, wo sie im Felsen angefangen haben zu brüten, tragen sie auch zusätzlich zum natürlichen Nistmaterial auch Plastikfasern in die Nester rein, weil das von der Struktur wahrscheinlich ähnlich ist, wie das Naturmaterial. " Plastik im Meer betrifft also nicht nur die Ozeane und Länder weit weg, sondern auch die Nordsee vor Deutschland. Hier auf Helgoland wird dies besonders deutlich. Und für die Vögel kann das künstliche Material durchaus gefährlich werden. O-TON Elmar Ballstaedt, Ornithologe auf Helgoland "Plastik ist gefährlich für die Vögel, weil sie sich darin verstricken und sich dementsprechend an Fuß, Kopf, Hals aufhängen und sich dann nicht mehr befreien können." Forscher wollen nun erstmalig das Ausmaß der Verschmutzung in der Vogelkolonie untersuchen. Es soll auch bestimmt werden, wo der Müll eigentlich herkommt und welche Auswirkungen er auf die Population hat.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren