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10.10.2019

Halle: Rechtsextremist wollte Massaker in Synagoge anrichten

Video: dpa

Nur glückliche Umstände haben offenbar verhindert, dass ein Rechtsextremist in einer Synagoge in Halle ein Massaker anrichtet. Zwei Menschen kamen außerhalb des Gotteshauses ums Leben.

In Halle hatte am Mittwoch ein schwerbewaffneter Täter versucht, in eine Synagoge einzudringen. Dort wollte er unter Dutzenden Gläubigen ein regelrechtes Massaker anrichten. Wegen des jüdischen Feiertags Jom Kippur waren etwa 50 Menschen in dem Gotteshaus. Sein Versuch scheiterte jedoch, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben soll. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Bei ihm soll es sich um einen Rechtsextremisten handeln. Der Zentralrat der Juden erhebt derweil schwere Vorwürfe gegen die Polizei: Es sei skandalös, dass an einem jüdischen Feiertag wie Jom Kippur die Synagoge nicht durch die Polizei geschützt war. Kanzlerin Angela Merkel übermittelte den Angehörigen der Opfer ihr tiefes Beileid. Am Abend nahm sie einer Solidaritätsveranstaltung an einer Synagoge in Berlin teil. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte nach dem Angriff auf die Synagoge von erschütternden Nachrichten gesprochen und zur Solidarität mit jüdischen Mitbürgern aufgerufen. Am Donnerstag wird er nach Halle reisen, um dort das jüdische Gotteshaus zu besuchen.

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