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30.08.2019

Hilfe für die Liebsten: Physiotherapie für Hund & Katz

Video: dpa

Wenn das Haustier sich das Bein bricht, nach Luft schnappt oder lahmt, führt der erste Weg zum Tierarzt. Logisch. Doch immer häufiger suchen die Besitzer danach noch einen Tierphysiotherapeuten auf.

München, 30.08.19: Hündin Rosi, ein elf Jahre alter Labrador-Mischling, kann inzwischen wieder laufen. Bei einem Ausflug war sie in einen Bach gesprungen - und nicht mehr aus eigener Kraft hinausgekommen. O-Ton Christine Hirschberger, Besitzerin von Hund Rosi "Dann hat mein Mann sie aus dem Wasser geholt. Und dann haben wir schon gesehen, dass hinten komplett alles gelähmt war. Also Beine und Schwanz hingen runter und sie konnte auch überhaupt nicht stehen." Ein Rückenmarksinfarkt. Nach ihrer Operation bekam Rosi in einem deutschlandweit einzigartigen Pilotprojekt eine Physiotherapie. Im Zentrum für Tiermobilität der Ludwig-Maximilians-Universität in München werden Tiere behandelt - ganz ähnlich wie ein verletzter Mensch. O-Ton Barbara Esteve Ratsch, Tierärztin "Die ersten zwei Wochen sind zeitintensiver für den Besitzer. Das ist ganz klar. Also ca. eine Stunde, manchmal auch anderthalb Stunde, weil man auch Geduld haben muss mit den Tieren. Das bewährt sich aber, weil sich die Zeitintervalle dann erweitern." Haben sich Therapeut und Tier aneinander gewöhnt, sind sie ein eingespieltes Team. Und die Therapie von Rosi ist erfolgreich. Sie behielt nur einen vergleichsweise leichten Nervenschaden zurück. O-Ton Christine Hirschberger, Besitzerin von Hund Rosi "Wir haben eh total Glück, dass sie so laufen kann. Also sie war wirklich komplett gelähmt, also ich habe sie schon in so einem Wägelchen gesehen..." In anderen Ländern ist die Behandlung durch Tierphysiotherapeuten wesentlich verbreiteter als hierzulande. Die Kollegen von der Münchner Universität hoffen, dass sich ihre Erkenntnisse in der Forschung und auch in der Lehre rasch niederschlagen - und damit der Standard der Tierphysiotherapie in Deutschland gehoben wird.

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