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09.10.2019

Keime in Wurst: Ermittlungen gegen Wilke-Geschäftsführer

Video: dpa

Keime in Wurstwaren sollen in Hessen zwei Menschen das Leben gekostet haben. Produkte der Firma Wilke stehen unter Verdacht. Gegen den Geschäftsführer wird nun ermittelt.

Es geht um keimbelastete Wurst. Sie steht im Verdacht bei Menschen in Hessen Listerieninfektionen ausgelöst zu haben. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Zwei Menschen starben, 37 weitere Krankheitsfälle sind bekannt. Nun wird gegen den Geschäftsführer der Fleisch- und Wurstwaren-Firma Wilke ermittelt. Unter anderem wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung. Schon in der letzten Woche gab es Durchsuchungen am Firmensitz in Waldeck-Frankenberg und am Wohnsitz des Beschuldigten. Er ist aber auf freiem Fuß. Unterdessen ist unklar, ob sich die Zahl der Todes- und Krankheitsfälle weiter erhöhen könnte. Der Betrieb wurde inzwischen geschlossen. Trotzdem bleibt die Frage: Wohin wurde die Wurst geliefert? Antreiber der Debatte ist die Verbraucherorganisation Foodwatch. Ihr zentrales Argument: Trotz einer weltweiten Rückrufaktion können sich Verbraucher nicht sicher sein, keine Wilke-Wurst auf dem Teller zu haben. Zwar haben Behörden mittlerweile Listen mit Hunderten von betroffenen Produkten herausgegeben. Doch das reiche nicht, so Foodwatch. Die Ware sei schließlich auch undeklariert in Restaurants, Kantinen oder an Wursttheken in den Verkauf gegangen.

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